Heizkosten-Rechner
Energieträger, Jahresverbrauch und Preis eingeben – sofort Jahres- und Monatskosten
- Aktualisiert
- Werte geprüft
Einfamilienhaus: ca. 15.000–25.000 kWh/Jahr
Arbeitspreis aus Ihrer letzten Abrechnung (ohne Grundpreis)
Was würde eine Wärmepumpe kosten?Vergleich mit Wärmepumpe: Strompreis eintragen
Anteil der Energie, der als Wärme ankommt – Annahme, z. B. 0,9 für einen Gas-Brennwertkessel; bei einer Wärmepumpe deren Jahresarbeitszahl
Wärme je kWh Strom – Angabe des Herstellers/Planers oder Ihre Annahme
Arbeitspreis laut Angebot oder Tarif
Tragen Sie Ihren Arbeitspreis aus der Abrechnung ein – Marktpreise nennen wir nicht.
Heizkosten pro Jahr
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RZ-26 · headon.pro
Was würde eine Wärmepumpe kosten?
Für den Vergleich brauchen wir Ihren Heizpreis und einen Preis für Wärmepumpenstrom.
- Wärme, die Ihr Haus brauchtEndenergie × Nutzungsgrad; Heizöl 10 kWh/l, Pellets 4,6 kWh/kg (Mindestheizwert DIN EN ISO 17225-2)
- 13.500 kWh
- Strom für die Wärmepumpe (JAZ 3)
- 4.500 kWh
- Davon CO₂-Preis in Ihrem Preis3.015 kg CO₂ × 65 €/t (tatsächlicher CO₂-Preis aus den Versteigerungen nach § 10 BEHG; Emissionsfaktor Umweltbundesamt) – steckt schon im Arbeitspreis
- 195,98 €
Heizkosten berechnen und Energieträger vergleichen
Gas, Heizöl, Wärmepumpe, Fernwärme oder Pellets – Kosten transparent machen
Die Formel für Heizkosten ist denkbar einfach: Kosten pro Jahr = Jahresverbrauch × Preis pro Einheit. 15.000 kWh Gas zu 0,12 €/kWh ergeben 1.800 € pro Jahr – also 150 € pro Monat. Schwieriger ist es, den eigenen Verbrauch und den richtigen Preis zu kennen. Verbrauch steht auf dem Zähler oder der letzten Jahresabrechnung des Versorgers, der Preis im aktuellen Tarif.
CO₂-Abgabe seit 2021: Auf fossile Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl wird seit 2021 eine nationale CO₂-Abgabe erhoben. 2026 werden die Zertifikate versteigert, im gesetzlichen Preiskorridor von 55 bis 65 € pro Tonne CO₂ (§ 10 Abs. 2 BEHG) – alle Versteigerungen 2026 endeten bei 65 €. Für Erdgas bedeutet das rund 1,3 ct/kWh Aufschlag, für Heizöl rund 17,3 ct/Liter (jeweils ohne Umsatzsteuer). Diese Abgabe ist bereits in den meisten aktuellen Versorgerpreisen enthalten – prüfen Sie Ihren Tarifvertrag. Der Preis für 2027 steht noch nicht fest.
Energieverbrauch und Gebäudestandard: Der Energiebedarf eines Hauses hängt stark von der Dämmqualität ab. Ein unsanierter Altbau kann 200–300 kWh/m² pro Jahr verbrauchen, ein Haus auf Effizienzhaus-55-Niveau nur rund 55 kWh/m². Bei 150 m² Wohnfläche ist das der Unterschied zwischen 30.000–45.000 kWh und 8.250 kWh. Eine Dämmmaßnahme (Dach, Fassade, Keller) reduziert den Verbrauch typischerweise um 20–40 % – mit entsprechend geringeren Heizkosten.
Nebenkosten nicht vergessen: Unser Rechner zeigt die reinen Verbrauchskosten. Dazu kommen Grundgebühr des Versorgers (50–200 €/Jahr), Wartungskosten der Heizanlage (Gas: 150–300 €/Jahr, Öl: 200–400 €/Jahr), Schornsteinfegergebühren (50–150 €/Jahr) und eventuelle Rücklagen für Heizungsersatz. Die Gesamtkosten sind daher typischerweise 15–25 % höher als die reinen Energiekosten.
Energieträger im Überblick 2026
Typische Kosten und Verbräuche nach Heizart
- Erdgas: Preis je kWh
- Verbreitetste Heizung in Deutschland; CO₂-Abgabe enthalten; Fernleitung
- Heizöl: Preis je Liter
- Preis schwankt mit Weltmarkt; Tank nötig; Öl ≈ 10 kWh/L
- Wärmepumpe: Strompreis ÷ JAZ
- Wärmepreis = Strompreis ÷ Jahresarbeitszahl; bei JAZ 3 kostet die kWh Wärme ein Drittel des Strompreises
- Fernwärme: Preis je kWh
- Stark ortsabhängig; kein Eigeninvest; zunehmend erneuerbar
- Pellets: Preis je kg
- 1 kg Pellets mindestens 4,6 kWh (DIN EN ISO 17225-2); kein CO₂-Preis (biogen); Lager nötig
- Sanierung spart am meisten
- Dämmung, neue Fenster und hydraulischer Abgleich senken den Verbrauch – wie viel, rechnet der Dämmungsrechner
Heizkostenverordnung: So wird in Mehrfamilienhäusern abgerechnet
Verteilerschlüssel nach § 7 HeizkostenV und Kürzungsrechte für Mieter
Wer zur Miete wohnt, zahlt Heizkosten meist über die Nebenkostenabrechnung – und dafür gilt die Heizkostenverordnung (HeizkostenV). Sie schreibt vor, dass die Kosten der zentralen Heizungsanlage verbrauchsabhängig verteilt werden: Nach § 7 Abs. 1 HeizkostenV sind mindestens 50 %, höchstens 70 % der Kosten nach dem erfassten Wärmeverbrauch der Nutzer zu verteilen. Die übrigen Kosten werden nach der Wohn- oder Nutzfläche oder nach dem umbauten Raum umgelegt. Für Warmwasser gilt nach § 8 HeizkostenV derselbe Rahmen.
Kürzungsrechte bei fehlerhafter Abrechnung: Rechnet der Vermieter entgegen der Verordnung nicht verbrauchsabhängig ab, dürfen Mieter ihren Kostenanteil nach § 12 Abs. 1 HeizkostenV um 15 % kürzen. Jeweils 3 % Kürzung sind zusätzlich möglich, wenn keine fernablesbaren Erfassungsgeräte installiert wurden oder die monatlichen Verbrauchsinformationen nach § 6a HeizkostenV fehlen. Maßgeblich ist der amtliche Verordnungstext auf gesetze-im-internet.de.
Was der Rechner davon abbildet: Dieser Rechner ermittelt die Verbrauchskosten Ihrer Heizung aus Verbrauch und Energiepreis – also die Basis, die in der Abrechnung verbrauchsabhängig verteilt wird. Ob Ihre Abrechnung den Verteilerschlüssel korrekt anwendet, prüfen Sie mit dem Ergebnis und Ihrer Nebenkostenabrechnung.
Rechenbeispiele
- Jahresverbrauch
- 15.000 kWh
- Preis pro kWh
- 0,12 €
- Kosten pro Jahr
- 1.800,00 €
- Kosten pro Monat
- 150,00 €
- Jahresverbrauch
- 2.500 Liter
- Preis pro Liter
- 0,95 €
- Kosten pro Jahr
- 2.375,00 €
- Kosten pro Monat
- 197,92 €
Häufige Fragen zum Heizkosten-Rechner
Gas, Öl, Wärmepumpe und Fernwärme im Vergleich
Was kostet das Heizen mit Gas 2026?
Das hängt von Ihrem Tarif ab: Maßgeblich ist der Arbeitspreis je kWh auf Ihrer Abrechnung (darin stecken Netzentgelt, Steuern und CO₂-Preis). Rechenbeispiel: 15.000 kWh zu 0,12 €/kWh ergeben 1.800 € im Jahr – ohne Grundpreis des Versorgers. Tragen Sie oben Ihren eigenen Verbrauch und Preis ein.
Wie berechne ich den Jahresverbrauch meiner Heizung?
Den genauen Jahresverbrauch sehen Sie auf Ihrem Gasverbrauchszähler, den Heizöl-Lieferbelegen oder der Jahresabrechnung Ihres Versorgers. Alternativ gibt das Ablesen des Zählerstands zum Jahreswechsel den Verbrauch des Vorjahres. Als Richtwert: Verbrauch in kWh = Verbrauch in m³ Gas × 10 (Faktor je nach Brennwert zwischen 9,5 und 11,5). Bei Heizöl: 1 Liter Heizöl entspricht ca. 10 kWh Heizwert.
Lohnt sich eine Wärmepumpe gegenüber Gas?
Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe ab. Eine JAZ von 3 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 3 kWh Wärme. Bei einem Wärmepumpenstrompreis von 0,27 €/kWh und JAZ 3 kostet eine kWh Wärme effektiv 0,09 €. Zum Vergleich: Gas bei 0,12 €/kWh mit Brennwertgerät (Wirkungsgrad ~95 %) kostet ca. 0,126 €/kWh Wärme. Aktuell (2026) ist die Wärmepumpe bei guter JAZ und gedämmtem Haus günstiger im Betrieb.
Wie hoch ist der typische Heizölverbrauch eines Einfamilienhauses?
Ein unsaniertes Einfamilienhaus (150 m², Baujahr 1975) verbraucht ca. 2.500–4.000 Liter Heizöl pro Jahr. Nach einer Dämmung des Daches und der Fassade sinkt der Verbrauch typischerweise auf 1.500–2.500 Liter. Ein Haus nach KfW-Effizienzhaus-55-Standard braucht nur noch ca. 1.000–1.500 Liter. Bei einem Heizölpreis von 0,95 €/L sind das 950 € bis 3.800 € pro Jahr – abhängig vom Gebäudestandard.
Was regelt die Heizkostenverordnung?
Die Heizkostenverordnung (HeizkostenV) regelt, wie die Kosten einer zentralen Heizungs- und Warmwasseranlage auf die Nutzer verteilt werden. Kern ist § 7 Abs. 1: Mindestens 50 %, höchstens 70 % der Kosten sind nach dem erfassten Wärmeverbrauch zu verteilen, der Rest nach Wohn- oder Nutzfläche bzw. umbautem Raum. Wird nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, dürfen Mieter ihren Anteil nach § 12 Abs. 1 um 15 % kürzen; je 3 % Kürzung gibt es zusätzlich bei fehlender fernablesbarer Ausstattung oder fehlenden monatlichen Verbrauchsinformationen (§ 6a).
Was kostet Fernwärme im Vergleich zu Gas?
Fernwärme wird je nach Stadtwerk und Vertragsmodell in kWh abgerechnet. Der Preis liegt 2026 in deutschen Städten typisch zwischen 0,12 €/kWh und 0,20 €/kWh – oft höher als Erdgas. Dafür entfallen Wartungskosten für die Heizungsanlage und der Invest in eine neue Heizung. Fernwärme ist außerdem zunehmend klimafreundlicher (Abwärme, Geothermie). Die lokale Preisstruktur variiert stark – immer beim Stadtwerk anfragen.