Gründungskosten Rechner 2026
GmbH ab 26.005 €, UG ab 1.475 € oder Einzelunternehmen ab 0 €: Gründungskosten 2026 berechnen und die steuerlich optimale Rechtsform finden.
- Aktualisiert
- Werte geprüft
- Grundlage
- EStG, KStG, GewStG, GmbHG
Der Gewinn beeinflusst die optimale Rechtsform maßgeblich
Tätigkeit: , Gründer/in.
Das GF-Gehalt reduziert den zu versteuernden Gewinn der Kapitalgesellschaft
StammkapitalUG 2.000 € · GmbH 25.000 €
Empfehlung für Sie
Einzelunternehmen
Bei 60.000 € Gewinn bleiben Ihnen als Einzelunternehmen rund 43.815 € netto im Jahr; die Gründung kostet etwa 50 €.
Kosten Einzelunternehmen
- Gewerbeanmeldung
- 50,00 €
- Einmalige Gründungskosten
- 50,00 €
- Buchhaltung
- 1.800,00 €
- Steuerberater
- 1.200,00 €
- IHK-Beitrag
- 150,00 €
- Laufende Kosten (jährlich)
- 3.150,00 €
RZ-26 · headon.pro
Ab welchem Gewinn lohnt die GmbH?
Ab rund 5.000 € Gewinn im Jahr bleibt mit der GmbH mehr netto als mit dem Einzelunternehmen – bei Ihrem Geschäftsführergehalt.
| Vergleich | Einzelunternehmen | UG (haftungsbeschränkt) | GmbH |
|---|---|---|---|
| Gründungskosten | 16.235 € | 11.490 € | 36.974 € |
| Kosten ab Jahr 2 | 16.185 € | 8.615 € | 10.249 € |
| Steuern/Jahr | 13.035 € | 1.440 € | 744 € |
| Netto/Jahr | 43.815 € | 40.687 € | 39.899 € |
| Effektiver Steuersatz | 22,9 % | 29,8 % | 29,8 % |
Vorteile · Einzelunternehmen
- Keine Gründungskosten (fast)
- Kein Mindestkapital erforderlich
- Einfache Buchführung (EÜR) möglich
- Volle Entscheidungsfreiheit
Nachteile · Einzelunternehmen
- Unbeschränkte persönliche Haftung
- Kein Verkauf der Firma möglich
- Progressive Einkommensteuer bei hohen Gewinnen
- Weniger professionelles Image
So wurde gerechnet
Steuerbelastung (jährlich) · Einzelunternehmen
- Einkommensteuer
- 8.065,00 €
- Gewerbesteuer
- 4.970,00 €
- Effektiver Steuersatz
- 22,9 %
Eigenschaften
- HaftungSie haften mit Ihrem gesamten Privatvermögen
- Unbeschränkt
- BuchführungEinfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung genügt
- EÜR
- RücklagenpflichtKeine Rücklagenpflicht
- –
Welche Rechtsform passt zu mir?
- Einzelunternehmen: Ideal für den Start mit niedrigen Kosten
- UG: Haftungsbeschränkung bei geringem Kapital
- GmbH: Professionell, steuerlich optimal ab ~100.000 EUR Gewinn
Die richtige Rechtsform wählen
Vergleichen Sie Einzelunternehmen, UG und GmbH auf einen Blick
Die Wahl der Rechtsform ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Gründung. Sie beeinflusst nicht nur die Gründungskosten, sondern auch die laufenden Kosten, Steuerbelastung, Haftung und das Image Ihres Unternehmens. Unser Rechner hilft Ihnen, die optimale Rechtsform basierend auf Ihrem erwarteten Gewinn zu finden.
Vergleich der Rechtsformen
- Einzelunternehmen
- Ideal für Freiberufler und Gründer mit niedrigem Startkapital. Keine Gründungskosten, einfache Buchführung, aber unbeschränkte Haftung.
- UG (haftungsbeschränkt)
- Die "Mini-GmbH" ab 1 EUR Stammkapital. Haftungsbeschränkung bei geringen Gründungskosten, aber Thesaurierungspflicht von 25%.
- GmbH
- Der Klassiker für Wachstum. 25.000 EUR Stammkapital, volle Haftungsbeschränkung, steuerliche Vorteile ab 80.000 EUR Gewinn.
Einzelunternehmen: Der einfachste Start
Das Einzelunternehmen ist die einfachste und kostengünstigste Rechtsform. Sie eignet sich besonders für Freiberufler und Gründer mit niedrigem Startkapital.
Vorteile des Einzelunternehmens
- Keine GründungskostenAußer Gewerbeanmeldung (30-65 EUR) bei Gewerbetreibenden. Freiberufler starten sofort.
- Kein MindestkapitalSie können ohne Startkapital beginnen und Ihr Business bootstrappen.
- Einfache BuchführungEinnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) statt doppelter Buchführung. Weniger Verwaltungsaufwand.
- Volle EntscheidungsfreiheitKeine Gesellschafter, keine Versammlungen. Sie entscheiden allein über Ihr Business.
UG (haftungsbeschränkt): Die Mini-GmbH
Die Unternehmergesellschaft (UG) ist eine Variante der GmbH mit reduziertem Stammkapital. Sie eignet sich für Gründer, die Haftungsbeschränkung bei geringem Kapital benötigen.
Besonderheiten der UG
- Flexibles StammkapitalAb 1 EUR möglich (empfohlen: 1.000-3.000 EUR für Seriosität und Liquidität).
- HaftungsbeschränkungSie haften nur mit dem Gesellschaftsvermögen, nicht mit Privatvermögen.
- Thesaurierungspflicht25% des Jahresüberschusses müssen als Rücklage gebildet werden, bis 25.000 EUR erreicht sind.
- Umwandlung zur GmbHBei Erreichen von 25.000 EUR Rücklage kann die UG in eine reguläre GmbH umgewandelt werden.
- Stammkapital
- 1.000,00 €
- Notar (Musterprotokoll)
- 200,00 €
- Handelsregister
- 225,00 €
- Gewerbeanmeldung
- 50,00 €
- Gesamt-Gründungskosten
- 1.475,00 €
GmbH: Der Klassiker für Wachstum
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist die klassische Kapitalgesellschaft in Deutschland. Sie bietet maximale Haftungsbeschränkung und steuerliche Vorteile bei höheren Gewinnen.
Vorteile der GmbH
- Steuerliche Vorteile
- Ca. 30% Gesamtsteuerbelastung (Körperschaftsteuer + Gewerbesteuer) statt progressiver Einkommensteuer bis 45%.
- Volle Haftungsbeschränkung
- Haftung nur mit dem Gesellschaftsvermögen. Ihr Privatvermögen ist geschützt.
- Höchstes Ansehen
- Maximale Seriosität bei Geschäftspartnern, Kunden und Banken. Wichtig für B2B.
- Gewinnverwendung
- Keine Thesaurierungspflicht wie bei der UG. Gewinne können frei ausgeschüttet werden.
- Jahresgewinn
- 100.000,00 €
- Einkommensteuer (Einzelunternehmen)
- − 30.419,00 €
- GmbH-Steuern (KöSt + GewSt)
- − 27.849,59 €
- Steuerersparnis mit GmbH
- 2.569,41 €
Gründungskosten im Überblick
Alle Kostenarten auf einen Blick
Wichtige Hinweise zu den Kosten
- Regionale UnterschiedeDie Zahlen sind bundesweite Richtwerte. In Großstädten können Notar- und Beratungskosten höher ausfallen.
- Laufende Kosten beachtenBei UG/GmbH kommen monatliche Kosten für Geschäftskonto (10-30 EUR), Steuerberater (100-300 EUR) und IHK-Beitrag (ca. 150-300 EUR/Jahr) hinzu.
- Steuerberatung einplanenEine professionelle Beratung vor der Gründung (ca. 500-1.500 EUR) kann teure Fehler vermeiden und Steuern optimieren.
- Vereinfachte DarstellungDer Rechner berücksichtigt keine Sonderfälle wie Holding-Strukturen, mehrere Gesellschafter oder ausländische Beteiligungen.
| Kostenart | Einzelunternehmen | UG | GmbH |
|---|---|---|---|
| Stammkapital | 0 € | ab 1 € | 25.000 € |
| Notar | 0 € | 200-400 € | 750-1.500 € |
| Handelsregister | — | 225 € | 225 € |
| Gewerbeanmeldung | 30-65 € | 30-65 € | 30-65 € |
| Gesamt (typisch) | 30-65 € | 1.475-1.725 € | 26.005-26.790 € |
Häufig gestellte Fragen zur Gründung
Alles Wichtige zu GmbH, UG und Einzelunternehmen
Sinkt die Körperschaftsteuer für GmbH und UG?
Ja. § 23 Abs. 1 KStG senkt den Körperschaftsteuersatz ab dem Veranlagungszeitraum 2028 schrittweise: 14 Prozent in 2028, 13 Prozent in 2029, 12 Prozent in 2030, 11 Prozent in 2031 und ab 2032 dauerhaft 10 Prozent. Bis einschließlich 2027 gelten unverändert 15 Prozent. Für eine GmbH mit 100.000 Euro Gewinn bedeutet das ab 2032 rund 5.000 Euro weniger Körperschaftsteuer pro Jahr – der Rechner berücksichtigt den jeweils geltenden Satz automatisch.
Ab welchem Gewinn lohnt sich eine GmbH gegenüber einem Einzelunternehmen?
Eine GmbH wird steuerlich interessant ab einem Jahresgewinn von etwa 80.000-100.000 EUR. Ab diesem Punkt übersteigt die progressive Einkommensteuer (42-45%) die kombinierte Körperschaft- und Gewerbesteuer der GmbH (ca. 30%). Zusätzlich können Sie sich als Geschäftsführer ein Gehalt zahlen, das den zu versteuernden Gewinn der GmbH reduziert.
Was ist der Unterschied zwischen UG und GmbH?
Die UG (Unternehmergesellschaft) ist eine Variante der GmbH mit reduziertem Stammkapital. Während für eine GmbH 25.000 EUR Stammkapital erforderlich sind, kann eine UG bereits ab 1 EUR gegründet werden (empfohlen: 1.000-3.000 EUR). Die UG muss jedoch 25% des Jahresüberschusses als Rücklage bilden, bis 25.000 EUR erreicht sind. Dann kann sie in eine reguläre GmbH umgewandelt werden.
Welche laufenden Kosten kommen nach der Gründung auf mich zu?
Einzelunternehmen: ca. 1.000-2.000 EUR/Jahr (Steuerberater, Versicherungen). UG/GmbH: ca. 3.000-5.000 EUR/Jahr (Steuerberater, Geschäftskonto, Jahresabschluss, IHK-Beitrag). Bei einer GmbH/UG kommen außerdem Kosten für die Buchführung und ggf. Gesellschafterversammlungen hinzu.
Kann ich als Freiberufler eine GmbH gründen?
Ja, Freiberufler können eine GmbH gründen, verlieren dann aber teilweise ihre Privilegien. Als Freiberufler zahlen Sie keine Gewerbesteuer und können einfache Buchführung (EÜR) nutzen. Bei Gründung einer GmbH werden Sie gewerbesteuerpflichtig und benötigen doppelte Buchführung. Dies kann sich trotzdem lohnen, z.B. bei hohen Gewinnen (Steuerersparnis), für Haftungsbeschränkung oder besseres Image bei Großkunden.
Was passiert mit dem Stammkapital der GmbH?
Das Stammkapital von 25.000 EUR (bzw. ab 1 EUR bei UG) muss auf ein Geschäftskonto eingezahlt werden und verbleibt im Unternehmen. Es steht für Betriebsausgaben, Investitionen und laufende Kosten zur Verfügung. Bei Insolvenz dient es als Haftungsmasse für Gläubiger. Sie können es nicht einfach privat entnehmen - Entnahmen erfolgen über Geschäftsführergehalt oder Gewinnausschüttungen.
Brauche ich einen Steuerberater für die Gründung?
Einzelunternehmen: Optional, aber empfohlen für Gewerbetreibende. UG/GmbH: Praktisch unverzichtbar. Die Erstellung des Gesellschaftsvertrags, die Anmeldung beim Handelsregister und die laufende Buchführung (doppelte Buchführung, Jahresabschluss) erfordern Fachwissen. Ein Steuerberater kostet ca. 1.500-3.000 EUR/Jahr, verhindert aber teure Fehler und optimiert Ihre Steuerlast.
Was kostet eine GmbH-Gründung 2026?
Eine GmbH-Gründung 2026 kostet in der Regel: Stammkapital 25.000 € (bleibt im Unternehmen), Notar 750–1.500 €, Handelsregistereintrag 225 €, Gewerbeanmeldung 30–65 €. Gesamt: ca. 26.005–26.790 €. Mit individuellem Gesellschaftsvertrag und Beratungskosten können es 27.000–30.000 € werden. Das Stammkapital steht danach für Betriebsausgaben zur Verfügung.
Welche Rechtsform ist für Gründer mit wenig Kapital die beste?
Für Gründer mit wenig Startkapital empfiehlt sich zunächst das Einzelunternehmen (0 € Gründungskosten für Freiberufler, 30–65 € Gewerbeanmeldung für Gewerbetreibende). Wer Haftungsschutz benötigt, startet mit einer UG ab ca. 1.000–1.500 € Stammkapital plus Gründungskosten. Die UG kann später in eine GmbH umgewandelt werden, sobald 25.000 € Rücklagen erreicht sind.