Skonto berechnen: Formeln und Bedeutung
Skontobetrag, Zahlbetrag und der effektive Jahreszins einfach erklärt
Skonto ist ein Preisnachlass, den Lieferanten gewähren, wenn eine Rechnung besonders schnell — innerhalb der sogenannten Skontofrist — beglichen wird. Der Skontobetrag berechnet sich mit: Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100. Der Zahlbetrag bei Skontoabzug ergibt sich aus Rechnungsbetrag minus Skontobetrag.
Interessanter als der reine Skontobetrag ist der effektive Jahreszins, den ein Unternehmen faktisch verschenkt, wenn es die Skontofrist verstreichen lässt und stattdessen erst zum vollen Zahlungsziel zahlt. In diesem Zeitraum nutzt das Unternehmen praktisch einen kurzfristigen Kredit des Lieferanten. Die kaufmännische Formel dafür lautet: Effektivzins = [Skontosatz ÷ (100 − Skontosatz)] × [360 ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist)] × 100. Die 360 steht für das kaufmännische Jahr mit 12 × 30 Tagen.
Der resultierende Zinssatz liegt bei üblichen Konditionen (z. B. 2 % Skonto, 10 Tage Skontofrist, 30 Tage Zahlungsziel) oft bei über 35 % p.a. — deutlich höher als die Zinsen eines Kontokorrentkredits. Das macht die Skontonutzung in den meisten Fällen wirtschaftlich sinnvoll, selbst wenn dafür kurzfristig ein Kredit aufgenommen werden müsste.