Heizkosten berechnen und Energieträger vergleichen
Gas, Heizöl, Wärmepumpe, Fernwärme oder Pellets – Kosten transparent machen
Die Formel für Heizkosten ist denkbar einfach: Kosten pro Jahr = Jahresverbrauch × Preis pro Einheit. 15.000 kWh Gas zu 0,12 €/kWh ergeben 1.800 € pro Jahr – also 150 € pro Monat. Schwieriger ist es, den eigenen Verbrauch und den richtigen Preis zu kennen. Verbrauch steht auf dem Zähler oder der letzten Jahresabrechnung des Versorgers, der Preis im aktuellen Tarif.
CO₂-Abgabe seit 2021: Auf fossile Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl wird seit 2021 eine nationale CO₂-Abgabe erhoben. 2025 beträgt sie 55 € pro Tonne CO₂. Für Erdgas bedeutet das ca. 1,0 ct/kWh Aufschlag, für Heizöl ca. 1,5 ct/Liter. Diese Abgabe ist bereits in den meisten aktuellen Versorger- preisen enthalten – prüfen Sie Ihren Tarifvertrag. Die Abgabe soll bis 2026 weiter ansteigen und den Anreiz zur Wärmepumpe und Gebäudesanierung verstärken.
Energieverbrauch und Gebäudestandard: Der Energiebedarf eines Hauses hängt stark von der Dämmqualität ab. Ein unsanierter Altbau kann 200–300 kWh/m² pro Jahr verbrauchen, ein KfW-Effizienzhaus-55 nur 55 kWh/m². Bei 150 m² Wohnfläche ist das der Unterschied zwischen 30.000–45.000 kWh und 8.250 kWh. Eine Dämmmaßnahme (Dach, Fassade, Keller) reduziert den Verbrauch typischerweise um 20–40 % – mit entsprechend geringeren Heizkosten.
Nebenkosten nicht vergessen: Unser Rechner zeigt die reinen Verbrauchskosten. Dazu kommen Grundgebühr des Versorgers (50–200 €/Jahr), Wartungskosten der Heizanlage (Gas: 150–300 €/Jahr, Öl: 200–400 €/Jahr), Schornsteinfegergebühren (50–150 €/Jahr) und eventuelle Rücklagen für Heizungsersatz. Die Gesamtkosten sind daher typischerweise 15–25 % höher als die reinen Energiekosten.