Aktuell für 2026·Stand: August 2026

Heizkosten-Rechner Gas, Öl & Wärmepumpe vergleichen.

Energieträger, Jahresverbrauch und Preis eingeben – sofort Jahres- und Monatskosten

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Heizkosten-Rechner

Jährliche Heizkosten für Gas, Öl, Wärmepumpe, Fernwärme und Pellets berechnen und vergleichen.

Energieträger

1.000 kWh40.000 kWh
0,05 €/kWh0,30 €/kWh

Einfamilienhaus: ca. 15.000–25.000 kWh/Jahr · Marktpreis 2025: ca. 0,10–0,14 €/kWh

Heizkosten pro Jahr

1.800,00 €

15.000 kWh × 0,12 €/kWh

Pro Monat

150,00 €

Pro Jahr

1.800,00 €

Verbrauch (kWh)

15.000

Hinweis: Die Berechnung basiert auf dem eingegebenen Jahresverbrauch. Nebenkosten wie Grundgebühr, Wartung oder CO₂-Abgabe sind nicht enthalten.

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Heizkosten berechnen und Energieträger vergleichen

Gas, Heizöl, Wärmepumpe, Fernwärme oder Pellets – Kosten transparent machen

Die Formel für Heizkosten ist denkbar einfach: Kosten pro Jahr = Jahresverbrauch × Preis pro Einheit. 15.000 kWh Gas zu 0,12 €/kWh ergeben 1.800 € pro Jahr – also 150 € pro Monat. Schwieriger ist es, den eigenen Verbrauch und den richtigen Preis zu kennen. Verbrauch steht auf dem Zähler oder der letzten Jahresabrechnung des Versorgers, der Preis im aktuellen Tarif.

CO₂-Abgabe seit 2021: Auf fossile Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl wird seit 2021 eine nationale CO₂-Abgabe erhoben. 2026 werden die Zertifikate versteigert – mit einem gesetzlichen Preiskorridor von 55 bis 65 € pro Tonne CO₂ (§ 10 Abs. 2 BEHG). Für Erdgas bedeutet das ca. 1,0–1,2 ct/kWh Aufschlag, für Heizöl ca. 15–17 ct/Liter. Diese Abgabe ist bereits in den meisten aktuellen Versorgerpreisen enthalten – prüfen Sie Ihren Tarifvertrag. Ab 2027 geht die nationale Abgabe in den europäischen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2) über.

Energieverbrauch und Gebäudestandard: Der Energiebedarf eines Hauses hängt stark von der Dämmqualität ab. Ein unsanierter Altbau kann 200–300 kWh/m² pro Jahr verbrauchen, ein Haus auf Effizienzhaus-55-Niveau nur rund 55 kWh/m². Bei 150 m² Wohnfläche ist das der Unterschied zwischen 30.000–45.000 kWh und 8.250 kWh. Eine Dämmmaßnahme (Dach, Fassade, Keller) reduziert den Verbrauch typischerweise um 20–40 % – mit entsprechend geringeren Heizkosten.

Nebenkosten nicht vergessen: Unser Rechner zeigt die reinen Verbrauchskosten. Dazu kommen Grundgebühr des Versorgers (50–200 €/Jahr), Wartungskosten der Heizanlage (Gas: 150–300 €/Jahr, Öl: 200–400 €/Jahr), Schornsteinfegergebühren (50–150 €/Jahr) und eventuelle Rücklagen für Heizungsersatz. Die Gesamtkosten sind daher typischerweise 15–25 % höher als die reinen Energiekosten.

Energieträger im Überblick 2026

Typische Kosten und Verbräuche nach Heizart

Erdgas: 0,10–0,14 €/kWh
Verbreitetste Heizung in Deutschland; CO₂-Abgabe enthalten; Fernleitung
Heizöl: 0,80–1,10 €/L
Preis schwankt mit Weltmarkt; Tank nötig; Öl ≈ 10 kWh/L
Wärmepumpe: 0,22–0,32 €/kWh
Strom × JAZ = effektiver Wärmepreis; JAZ 3 → 0,09 €/kWh Wärme
Fernwärme: 0,12–0,20 €/kWh
Stark ortsabhängig; kein Eigeninvest; zunehmend erneuerbar
Pellets: 0,30–0,45 €/kg
1 kg Pellets ≈ 5 kWh; CO₂-neutral (biogen); Lager nötig
Sanierung spart am meisten
Dämmung, neue Fenster, hydraulischer Abgleich: −20 bis −50 % Verbrauch

Heizkostenverordnung: So wird in Mehrfamilienhäusern abgerechnet

Verteilerschlüssel nach § 7 HeizkostenV und Kürzungsrechte für Mieter

Wer zur Miete wohnt, zahlt Heizkosten meist über die Nebenkostenabrechnung – und dafür gilt die Heizkostenverordnung (HeizkostenV). Sie schreibt vor, dass die Kosten der zentralen Heizungsanlage verbrauchsabhängig verteilt werden: Nach § 7 Abs. 1 HeizkostenV sind mindestens 50 %, höchstens 70 % der Kosten nach dem erfassten Wärmeverbrauch der Nutzer zu verteilen. Die übrigen Kosten werden nach der Wohn- oder Nutzfläche oder nach dem umbauten Raum umgelegt. Für Warmwasser gilt nach § 8 HeizkostenV derselbe Rahmen.

Kürzungsrechte bei fehlerhafter Abrechnung: Rechnet der Vermieter entgegen der Verordnung nicht verbrauchsabhängig ab, dürfen Mieter ihren Kostenanteil nach § 12 Abs. 1 HeizkostenV um 15 % kürzen. Jeweils 3 % Kürzung sind zusätzlich möglich, wenn keine fernablesbaren Erfassungsgeräte installiert wurden oder die monatlichen Verbrauchsinformationen nach § 6a HeizkostenV fehlen. Maßgeblich ist der amtliche Verordnungstext auf gesetze-im-internet.de.

Was der Rechner davon abbildet: Dieser Rechner ermittelt die Verbrauchskosten Ihrer Heizung aus Verbrauch und Energiepreis – also die Basis, die in der Abrechnung verbrauchsabhängig verteilt wird. Ob Ihre Abrechnung den Verteilerschlüssel korrekt anwendet, prüfen Sie mit dem Ergebnis und Ihrer Nebenkostenabrechnung.

Rechenbeispiele

Erdgas: 15.000 kWh × 0,12 €/kWh

Erdgas: 15.000 kWh × 0,12 €/kWh
PositionBetrag
Jahresverbrauch15.000 kWh
Preis pro kWh0,12 €
Kosten pro Jahr1.800,00 €
Kosten pro Monat150,00 €

Heizöl: 2.500 L × 0,95 €/L

Heizöl: 2.500 L × 0,95 €/L
PositionBetrag
Jahresverbrauch2.500 Liter
Preis pro Liter0,95 €
Kosten pro Jahr2.375,00 €
Kosten pro Monat197,92 €

Häufige Fragen zum Heizkosten-Rechner

Gas, Öl, Wärmepumpe und Fernwärme im Vergleich

Der Erdgaspreis für Haushalte liegt 2026 je nach Region, Anbieter und Tarif bei ca. 0,10–0,14 €/kWh (inkl. Netzentgelt, Steuern und CO₂-Abgabe). Ein Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche verbraucht je nach Dämmstandard und Heizverhalten 10.000–25.000 kWh Gas pro Jahr. Bei 0,12 €/kWh und 15.000 kWh ergibt das 1.800 € jährliche Gaskosten – ohne Grundgebühr des Versorgers.

Den genauen Jahresverbrauch sehen Sie auf Ihrem Gasverbrauchszähler, den Heizöl-Lieferbelegen oder der Jahresabrechnung Ihres Versorgers. Alternativ gibt das Ablesen des Zählerstands zum Jahreswechsel den Verbrauch des Vorjahres. Als Richtwert: Verbrauch in kWh = Verbrauch in m³ Gas × 10 (Faktor je nach Brennwert zwischen 9,5 und 11,5). Bei Heizöl: 1 Liter Heizöl entspricht ca. 10 kWh Heizwert.

Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe ab. Eine JAZ von 3 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 3 kWh Wärme. Bei einem Wärmepumpenstrompreis von 0,27 €/kWh und JAZ 3 kostet eine kWh Wärme effektiv 0,09 €. Zum Vergleich: Gas bei 0,12 €/kWh mit Brennwertgerät (Wirkungsgrad ~95 %) kostet ca. 0,126 €/kWh Wärme. Aktuell (2026) ist die Wärmepumpe bei guter JAZ und gedämmtem Haus günstiger im Betrieb.

Ein unsaniertes Einfamilienhaus (150 m², Baujahr 1975) verbraucht ca. 2.500–4.000 Liter Heizöl pro Jahr. Nach einer Dämmung des Daches und der Fassade sinkt der Verbrauch typischerweise auf 1.500–2.500 Liter. Ein Haus nach KfW-Effizienzhaus-55-Standard braucht nur noch ca. 1.000–1.500 Liter. Bei einem Heizölpreis von 0,95 €/L sind das 950 € bis 3.800 € pro Jahr – abhängig vom Gebäudestandard.

Die Heizkostenverordnung (HeizkostenV) regelt, wie die Kosten einer zentralen Heizungs- und Warmwasseranlage auf die Nutzer verteilt werden. Kern ist § 7 Abs. 1: Mindestens 50 %, höchstens 70 % der Kosten sind nach dem erfassten Wärmeverbrauch zu verteilen, der Rest nach Wohn- oder Nutzfläche bzw. umbautem Raum. Wird nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, dürfen Mieter ihren Anteil nach § 12 Abs. 1 um 15 % kürzen; je 3 % Kürzung gibt es zusätzlich bei fehlender fernablesbarer Ausstattung oder fehlenden monatlichen Verbrauchsinformationen (§ 6a).

Fernwärme wird je nach Stadtwerk und Vertragsmodell in kWh abgerechnet. Der Preis liegt 2026 in deutschen Städten typisch zwischen 0,12 €/kWh und 0,20 €/kWh – oft höher als Erdgas. Dafür entfallen Wartungskosten für die Heizungsanlage und der Invest in eine neue Heizung. Fernwärme ist außerdem zunehmend klimafreundlicher (Abwärme, Geothermie). Die lokale Preisstruktur variiert stark – immer beim Stadtwerk anfragen.

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