Promille-Rechner
Widmark-Formel mit Abbau – nur zur Information, kein Fahrtüchtigkeitsnachweis
- Aktualisiert
- Grundlage
- Widmark-Formel
Geschlecht
- Bier 500 ml · 5 %0
- Wein 200 ml · 12 %0
- Sekt 100 ml · 11 %0
- Schnaps 20 ml · 40 %0
Typische Portionen – steht auf dem Etikett etwas anderes, nutzen Sie das eigene Getränk unten.
Tippen oder seitlich ziehen
Bier: ~5 % · Wein: ~12 % · Sekt: ~11 % · Schnaps: ~40 %
Tippen oder seitlich ziehen
Abbaurate: ca. 0,15 ‰ pro Stunde
Dann zeigt der Rechner die Uhrzeit, zu der rechnerisch 0,0 ‰ erreicht sind.
Promille nach dem Trinken
0,36‰
0,3620,0 g Alkohol ergeben nach der Widmark-Formel rechnerisch 0,36 ‰ direkt nach dem Trinken. Rechnerisch 0,0 ‰ etwa 2,5 Std. nach Trinkende.
- Alkohol (g)
- 20,0 g
- Promille direkt
- 0,36 ‰
- Rechnerisch 0,0 ‰ nach
- etwa 2,5 Std.
Die Widmark-Formel ist eine Annäherung und berücksichtigt keine Resorptionszeit, Mageninhalt oder individuelle Enzymaktivität. Tatsächliche Blutalkoholkonzentrationen können erheblich abweichen. Der Rechner dient ausschließlich zu Informationszwecken.
So wurde gerechnet
Wichtig
Kein Nachweis der Fahrtüchtigkeit
Dieser Rechner macht keinerlei Aussage zur Fahrtüchtigkeit und ersetzt keine Fahrtauglichkeitsprüfung. Der errechnete Wert ist ein theoretischer Schätzwert – individuelle Faktoren wie Müdigkeit, Toleranz, Medikamente, Mageninhalt und Stoffwechsel können stark abweichen. Fahren Sie niemals unter Alkoholeinfluss.
Diese Grenzen stehen im Gesetz
0,5 ‰ am Steuer sind eine Ordnungswidrigkeit (§ 24a StVG); in der Probezeit und unter 21 gilt 0,0 ‰ (§ 24c StVG); ab 1,6 ‰ verlangt die Fahrerlaubnisbehörde ein medizinisch-psychologisches Gutachten (§ 13 FeV). Schon darunter kann eine Straftat vorliegen, wenn Ausfallerscheinungen hinzukommen (§ 316 StGB).
RZ-26 · headon.pro
Promille und Alkohol: Was der Rechner berechnet
Widmark-Formel, Abbau und Grenzen der Berechnung
Der Promille-Rechner berechnet eine theoretische Blutalkoholkonzentration (BAK) nach der wissenschaftlich anerkannten Widmark-Formel, benannt nach dem schwedischen Arzt Erik Widmark (1922). Die Formel nutzt drei Eingangsgrößen: die aufgenommene Alkoholmenge in Gramm, das Körpergewicht und den geschlechtsspezifischen Verteilungsfaktor r (0,7 für Männer, 0,6 für Frauen). Das Ergebnis ist ein rechnerischer Schätzwert, der von der tatsächlichen Blutalkoholkonzentration erheblich abweichen kann.
Die Alkoholmenge in Gramm ergibt sich aus: Volumen (ml) × Alkoholgehalt (Vol%) / 100 × 0,8 g/ml (Dichte von Ethanol). Ein Beispiel: Ein Glas Bier mit 500 ml und 5 Vol% enthält 500 × 0,05 × 0,8 = 20 Gramm reinen Alkohol. Für einen Mann von 80 kg ergibt das: 20 / (80 × 0,7) ≈ 0,36 ‰. Dieser Wert wird im Laufe der Zeit durch den Alkohol-Abbau in der Leber reduziert. Die durchschnittliche Abbaurate liegt bei 0,15 ‰ pro Stunde. Nach 2 Stunden wären das noch etwa 0,06 ‰.
Entscheidend für das Verständnis des Rechners sind seine Grenzen: Die Widmark-Formel berücksichtigt keine Resorptionsverzögerung durch Essen im Magen, keine individuelle Enzymausstattung (Alkohol-Dehydrogenase), keine Alkoholtoleranz durch regelmäßigen Konsum, keine Wechselwirkungen mit Medikamenten und keine Schwankungen durch Krankheiten oder Hormonstatus. In der Realität liegt die BAK oft 10–20 % unter dem rechnerischen Wert (Resorptionsdefizit), kann bei Nüchternkonsum aber auch höher sein. Der Rechner liefert damit eine grobe Orientierung, aber keinen verlässlichen Istwert.
Ein besonders wichtiger Hinweis: Alkohol beeinträchtigt Fahrtüchtigkeit bereits bei sehr niedrigen Werten – weit unterhalb der gesetzlichen 0,5-‰-Grenze. Reaktionszeit, Risikobereitschaft, Spurhaltung und Gefahrenwahrnehmung werden bereits ab 0,2 ‰ messbar verschlechtert. Der Rechner macht keinerlei Aussage darüber, ob jemand fahrtüchtig ist. Bei Unsicherheit gilt: Kein Fahrzeug führen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder ein Taxi rufen.
Alkoholgehalt typischer Getränke
Alkohol in Standardgetränken (ca.)
- Bier (500 ml, 5 Vol%)
- Ca. 20 g reiner Alkohol. Entspricht etwa einer „Standardeinheit".
- Wein (200 ml, 12 Vol%)
- Ca. 19 g reiner Alkohol. Ein kleines Glas Rotwein.
- Sekt (150 ml, 11 Vol%)
- Ca. 13 g reiner Alkohol. Ein Sektglas.
- Schnaps (40 ml, 40 Vol%)
- Ca. 13 g reiner Alkohol. Ein Kurzes / Shot.
- Alkopops (330 ml, 5 Vol%)
- Ca. 13 g reiner Alkohol. Hochzuckerhaltig.
- Alkoholfreies Bier (500 ml, 0,5 Vol%)
- Ca. 2 g reiner Alkohol. Deutlich weniger Alkohol.
Rechenbeispiel
- Alkohol: 500 × 0,05 × 0,8
- 20 g
- BAK = 20 / (80 × 0,7)
- ≈ 0,36 ‰
- Nach 2 h (−0,30 ‰)
- ≈ 0,06 ‰
- Fahrtüchtigkeit
- Keine Aussage möglich
Häufige Fragen zum Promille-Rechner
Widmark-Formel, Abbau und rechtliche Grenzen
Wie funktioniert die Widmark-Formel?
Die Widmark-Formel berechnet die theoretische Blutalkoholkonzentration (BAK) aus der aufgenommenen Alkoholmenge und dem Körpergewicht. Zunächst wird die Alkoholmasse in Gramm berechnet: Volumen (ml) × Alkoholgehalt (Vol%) / 100 × 0,8 (Dichte Ethanol). Diese Menge wird durch das Produkt aus Körpergewicht (kg) und dem Widmark-Faktor r (0,7 für Männer, 0,6 für Frauen) geteilt. Das Ergebnis ist die theoretische BAK in Promille. Die Formel geht von idealen Bedingungen aus und berücksichtigt keine Resorptionsverzögerung durch Essen.
Wie schnell wird Alkohol abgebaut?
Der menschliche Körper baut Alkohol durchschnittlich mit einer Rate von ca. 0,1–0,2 ‰ pro Stunde ab. Der Mittelwert von 0,15 ‰/Stunde ist eine häufig verwendete Näherung. Frauen bauen Alkohol tendenziell etwas langsamer ab als Männer. Einflussfaktoren sind Leberstatus, Ernährungszustand, Genetik (Enzymausstattung) und Alkoholtoleranzniveau. Nüchternheit beschleunigt die Resorption, aber nicht den Abbau. Kaffee, Bewegung oder kaltes Duschen haben keinen Einfluss auf die Abbaugeschwindigkeit.
Was bedeutet 0,5 Promille für die Fahrtüchtigkeit?
In Deutschland gilt für Kraftfahrer ab 0,5 ‰ eine Ordnungswidrigkeit (§ 24a StVG) mit Bußgeld und Fahrverbot – unabhängig von Ausfallerscheinungen. Strafbar wird es bei relativer Fahruntüchtigkeit: Ab 0,3 ‰ in Verbindung mit alkoholbedingten Ausfallerscheinungen (z. B. Schlangenlinien, Unfall) liegt eine Straftat nach § 316 StGB vor. Ab 1,1 ‰ gilt für Kraftfahrer absolute Fahruntüchtigkeit (BGHSt 37, 89) – dann sind keine weiteren Ausfallerscheinungen mehr nötig. Für Radfahrer liegt die Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit bei 1,6 ‰. Für Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren gilt die 0,0-Promille-Grenze. Unser Rechner berechnet ausschließlich theoretische Schätzwerte und macht keinerlei Aussage zu Fahrtüchtigkeit oder Fahrtauglichkeit. Die individuelle Beeinträchtigung variiert erheblich und kann weit vor dem gesetzlichen Grenzwert einsetzen.
Warum hat Alkohol bei Frauen stärkere Auswirkungen?
Frauen haben einen niedrigeren Widmark-Faktor (r = 0,6) als Männer (r = 0,7), weil Frauen im Durchschnitt einen höheren Körperfettanteil und weniger Körperwasser haben. Da Alkohol sich im Körperwasser verteilt, führt die gleiche Alkoholmenge bei Frauen zu einer höheren Blutalkoholkonzentration. Zusätzlich haben Frauen oft eine geringere Aktivität des Enzyms Alkohol-Dehydrogenase in der Magenschleimhaut, was die erste Abbaustufe im Magen verringert (sogenannter First-Pass-Metabolismus).
Wie lange dauert es, bis ich wieder nüchtern bin?
Das hängt von der aufgenommenen Alkoholmenge und Ihrem Körpergewicht ab. Mit der Abbaurate von 0,15 ‰/Stunde dauert es bei 1,0 ‰ etwa 6–7 Stunden, bis der Alkohol vollständig abgebaut ist. Bei 2,0 ‰ entsprechend 13–14 Stunden. Schlaf beschleunigt den Abbau nicht. Wichtig: Auch bei 0 ‰ können Restwirkungen wie Reaktionszeitverlängerung und Konzentrationsprobleme noch vorhanden sein (sogenannter Hangover-Effekt). Für Fahrentscheidungen gilt: Im Zweifelsfall kein Fahrzeug benutzen.