1RM-Rechner

Trainingsgewicht und Wiederholungen eingeben – Epley und Brzycki im Vergleich

Aktualisiert
Grundlage
Epley- und Brzycki-Formel
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Am genauesten im Bereich von 1–10 Wiederholungen.

Geschätztes 1RM (Epley)

116,7kg

116,7

Bei 100 kg für 5 Wiederholungen schätzt die Epley-Formel Ihr Maximum auf 116,7 kg, die Brzycki-Formel auf 112,5 kg.

Trainingsgewicht 100,0 kg, geschätztes 1RM nach Epley 116,7 kg, nach Brzycki 112,5 kg.
Epley-Formel
116,7 kg
Brzycki-Formel
112,5 kg
Wiederholungen% vom 1RMGewicht
1100 %116,7 kg
293,8 %109,4 kg
390,9 %106,1 kg
585,7 %100,0 kg
878,9 %92,1 kg
1075 %87,5 kg
1271,4 %83,4 kg
1566,7 %77,8 kg

Epley- und Brzycki-Formel sind statistische Schätzformeln, kein tatsächlicher Maximalkrafttest. Der reale 1RM hängt zusätzlich von Übung, Technik, Tagesform und Erfahrung ab. Führen Sie einen echten Maximalversuch nur mit korrekter Technik und ggf. Spotter durch.

So wurde gerechnet
Epley: 1RM = Gewicht × (1 + Wdh. ÷ 30)
100 × (1 + 5 ÷ 30) = 116,7 kg
Brzycki: 1RM = Gewicht × 36 ÷ (37 − Wdh.)
100 × 36 ÷ (37 − 5) = 112,5 kg

RZ-26 · headon.pro

1RM berechnen: Maximalkraft ohne Maximalversuch schätzen

Epley- und Brzycki-Formel einfach erklärt

Das Einer-Wiederholungsmaximum (1RM) ist das höchste Gewicht, das bei einer Übung mit korrekter Technik genau einmal bewältigt werden kann. Da ein echter Maximalversuch Zeit, Aufwärmung und ein gewisses Verletzungsrisiko mit sich bringt, wird das 1RM in der Praxis meist aus einem submaximalen Satz geschätzt – zum Beispiel aus 100 kg für 5 Wiederholungen.

Die Epley-Formel (Boyd Epley, 1985) lautet: 1RM = Gewicht × (1 + Wiederholungen / 30). Für 100 kg bei 5 Wiederholungen ergibt sich: 100 × (1 + 5/30) ≈ 116,7 kg. Die Brzycki-Formel (Matt Brzycki, 1993) lautet: 1RM = Gewicht × 36 / (37 − Wiederholungen). Für dasselbe Beispiel: 100 × 36 / (37 − 5) = 112,5 kg. Beide Formeln liegen meist innerhalb weniger Prozent beieinander; Brzycki gilt im unteren Wiederholungsbereich (1–6) als tendenziell etwas genauer, Epley wird häufig im Bereich 6–10 Wiederholungen verwendet.

Validierungsstudien zur Genauigkeit von 1RM-Schätzformeln (u. a. LeSuer et al. 1997, Journal of Strength and Conditioning Research) zeigen: Am zuverlässigsten sind die Schätzungen im Bereich von 1–10 Wiederholungen. Oberhalb von etwa 10–12 Wiederholungen verzerren Ermüdung und Technikverlust die angenommene lineare Beziehung zwischen Gewicht und Wiederholungszahl zunehmend – die Schätzung wird dann deutlich ungenauer und sollte nur noch als grobe Orientierung dienen.

Wofür wird das 1RM genutzt?

Anwendungsbereiche im Training

Trainingsplanung
Zielgewichte als Prozentsatz des 1RM festlegen (z. B. 80 % für Krafttraining, 65 % für Kraftausdauer).
Fortschrittskontrolle
Regelmäßige Schätzung zeigt, ob sich die Maximalkraft über Wochen und Monate steigert.
Programmvergleich
Verschiedene Trainingsprogramme lassen sich anhand der relativen Intensität (% 1RM) objektiv vergleichen.
Verletzungsprävention
Statt riskanter echter Maximalversuche liefert die Schätzung aus einem submaximalen Satz eine sicherere Orientierung.

Rechenbeispiele

100 kg, 5 Wiederholungen
Epley: 100 × (1 + 5/30)
≈ 116,7 kg
Brzycki: 100 × 36/(37−5)
112,5 kg
80 kg, 10 Wiederholungen (Genauigkeitsgrenze)
Epley: 80 × (1 + 10/30)
≈ 106,7 kg
Brzycki: 80 × 36/(37−10)
≈ 106,7 kg

Häufige Fragen zum 1RM-Rechner

Epley, Brzycki und die Genauigkeit von Maximalkraft-Schätzungen

Was ist das 1RM (Einer-Wiederholungsmaximum)?

Das 1RM ist das maximale Gewicht, das eine Person bei einer Übung genau einmal mit korrekter Technik bewegen kann. Es dient als Bezugsgröße für die Trainingsplanung, z. B. um Trainingsgewichte als Prozentsatz des 1RM festzulegen (z. B. 80 % des 1RM für Kraftaufbau).

Wie funktionieren die Epley- und Brzycki-Formel?

Die Epley-Formel (1985) lautet: 1RM = Gewicht × (1 + Wiederholungen / 30). Die Brzycki-Formel (1993) lautet: 1RM = Gewicht × 36 / (37 − Wiederholungen). Beide extrapolieren aus einem submaximalen Satz (z. B. 100 kg × 5 Wiederholungen) das theoretische Maximalgewicht für eine Wiederholung. Brzycki liefert bei sehr niedrigen Wiederholungszahlen (1–6) tendenziell die genaueren Werte, Epley wird häufig im Bereich 6–10 Wiederholungen bevorzugt – in der Praxis liegen beide meist nur wenige Prozent auseinander.

Wie genau sind 1RM-Schätzformeln?

Validierungsstudien zeigen die höchste Genauigkeit im Bereich von 1–10 Wiederholungen, mit Abweichungen von wenigen Prozent zum tatsächlich getesteten 1RM. Oberhalb von etwa 10–12 Wiederholungen nimmt die Genauigkeit spürbar ab, da Ermüdung, Technikverlust und individuelle Ausdauerfähigkeit die angenommene lineare Beziehung zwischen Gewicht und Wiederholungszahl verzerren. Die Formeln ersetzen daher keinen echten Maximalversuch, sondern liefern eine Orientierung für die Trainingsplanung.

Sollte ich mein 1RM lieber schätzen oder real testen?

Für die meisten Trainierenden ist die Schätzung aus einem submaximalen Satz (z. B. 3–8 Wiederholungen) sicherer als ein echter Maximalversuch, da das Verletzungsrisiko bei ungewohnt hohen Lasten steigt. Ein realer 1RM-Test sollte nur mit aufgewärmter Muskulatur, sauberer Technik und idealerweise mit Spotter bzw. unter fachkundiger Anleitung erfolgen.

Wofür nutzt man Prozentsätze des 1RM im Training?

Viele Trainingspläne definieren Sätze als Prozentsatz des 1RM: z. B. 85–95 % für Maximalkraft, 70–85 % für Hypertrophie (Muskelaufbau) und 50–70 % für Kraftausdauer. Mit dem geschätzten 1RM lassen sich diese Zielgewichte ableiten, ohne dafür jedes Mal einen echten Maximalversuch durchführen zu müssen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Rechnung ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Verantwortlich: Onur Cirakoglu, Gründer von headon