Pulszonen-Rechner

Alter eingeben – 5 Pulszonen und Maximalpuls sofort ablesen

Aktualisiert
Grundlage
HFmax = 220 − Alter, Karvonen
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Ruhepuls (Karvonen)Optional

Maximalpuls (HFmax)

190bpm

190

Nach der Faustformel 220 − Alter liegt Ihr Maximalpuls bei etwa 190 bpm. Grundlagenausdauer (Zone 2): 114–133 bpm.

Zone 1 – Regeneration: 95–114 bpm; Zone 2 – Grundlagenausdauer: 114–133 bpm; Zone 3 – Aerobe Entwicklung: 133–152 bpm; Zone 4 – Anaerobe Schwelle: 152–171 bpm; Zone 5 – VO₂max: 171–190 bpm
Zone 1 – RegenerationLockere Aktivität, Erholung und aktive Regeneration
95–114 bpm
Zone 2 – GrundlagenausdauerFettverbrennung und Ausdauergrundlage aufbauen
114–133 bpm
Zone 3 – Aerobe EntwicklungAerobe Kapazität steigern, effektive Ausdauereinheit
133–152 bpm
Zone 4 – Anaerobe SchwelleIntensives Training, Laktattoleranz verbessern
152–171 bpm
Zone 5 – VO₂maxMaximale Intensität, kurze Intervalle und Sprints
171–190 bpm

Die Formel HFmax = 220 − Alter ist ein statistischer Schätzwert mit einer Streuung von ±10–20 bpm. Für präzise Werte empfiehlt sich ein Belastungstest unter sportmedizinischer Aufsicht. Personen mit Herzerkrankungen sollten vor intensivem Training ärztlichen Rat einholen.

So wurde gerechnet
HFmax = 220 − Alter
220 − 30 = 190 bpm
Zone = HFmax × Prozent (Beispiel: Beginn Zone 2)
190 × 60 % = 114 bpm

RZ-26 · headon.pro

Pulszonen: Richtig nach Herzfrequenz trainieren

Maximalpuls, 5 Zonen und Karvonen-Methode einfach erklärt

Das pulsbasierte Training ermöglicht präzise Trainingssteuerung und maximiert die Wirksamkeit jeder Einheit. Der Maximalpuls (HFmax)ist die wichtigste Ausgangsgröße: Er gibt die maximale Herzfrequenz an, die eine Person unter Belastung erreichen kann. Die Faustformel HFmax = 220 − Alter liefert einen ersten Schätzwert. Bei einem 30-jährigen ergibt sich HFmax = 190 bpm. Die fünf Trainingszonen (50–60 %, 60–70 %, 70–80 %, 80–90 %, 90–100 % der HFmax) entsprechen unterschiedlichen physiologischen Intensitätsbereichen.

Die Karvonen-Methode verfeinert die Zoneneinteilung durch Einbeziehen des Ruhepulses. Die Herzfrequenzreserve (HFR = HFmax − HFruhepuls) spiegelt die individuelle kardiovaskuläre Kapazität wider. Ein trainierter Athlet mit Ruhepuls 50 und HFmax 190 hat HFR = 140. Zone 3 (70–80 %) liegt nach Karvonen bei 140 × 0,70 + 50 = 148 bpm bis 140 × 0,80 + 50 = 162 bpm. Im Vergleich zur einfachen Methode (133–152 bpm) liegen die Karvonen-Werte höher – der Trainierte muss also intensiver laufen, um denselben relativen Reiz zu setzen.

Für den Trainingserfolg empfehlen Sportwissenschaftler das 80/20-Prinzip: 80 % des Trainings in Zone 1–2 (niedrige Intensität, Grundlagenausdauer), 20 % in Zone 4–5 (hohe Intensität). Dieses Prinzip wird von Ausdauerstars aller Disziplinen angewendet und ist wissenschaftlich gut belegt. Häufiger Fehler ist zu viel Training in Zone 3 (anstrengend, aber zu wenig intensiv) – das sogenannte „Gray Zone Training", das Ermüdung ohne maximale Adaption erzeugt.

Die 5 Trainingszonen im Überblick

Intensitätsbereiche und ihre Wirkung

Zone 1 (50–60 %): Regeneration
Sehr leichte Aktivität. Aktive Erholung, Einsteigertraining. Energiegewinnung fast ausschließlich aerob aus Fett.
Zone 2 (60–70 %): Grundlagenausdauer
Optimale Fettverbrennungszone. Kapillarnetz und Mitochondrien werden aufgebaut. Basis aller Ausdauersportler.
Zone 3 (70–80 %): Aerobe Entwicklung
Moderate bis zügige Intensität. Atemfrequenz erhöht. Steigert aerobe Kapazität und Laktatschwelle.
Zone 4 (80–90 %): Anaerobe Schwelle
Intensives Training. Laktat beginnt sich anzureichern. Verbessert Tempohärte und Wettkampfleistung.

Rechenbeispiele

Alter 30, einfache Methode
HFmax = 220 − 30
190 bpm
Zone 2 (60–70 %)
114–133 bpm
Zone 3 (70–80 %)
133–152 bpm
Zone 4 (80–90 %)
152–171 bpm
Alter 30, Ruhepuls 60, Karvonen
HFmax
190 bpm
HFR = 190 − 60
130 bpm
Zone 3 (70 %): 130×0,70+60
151 bpm
Zone 3 (80 %): 130×0,80+60
164 bpm

Häufige Fragen zum Pulszonen-Rechner

HFmax, Karvonen-Methode und Trainingszonen

Wie berechnet man den Maximalpuls (HFmax)?

Die einfachste und am weitesten verbreitete Formel lautet: HFmax = 220 − Alter. Bei 30 Jahren: HFmax = 190 bpm. Präzisere Formeln wie Tanaka (2001) verwenden: HFmax = 208 − (0,7 × Alter). Bei 30 Jahren: 208 − 21 = 187 bpm. Die einfache Formel hat eine Standardabweichung von ±10–20 bpm – zwei Personen gleichen Alters können also sehr unterschiedliche Maximalfrequenzen haben. Für präzise Werte empfiehlt sich ein sportmedizinischer Belastungstest.

Was ist der Unterschied zwischen einfacher Methode und Karvonen?

Die einfache Methode berechnet Pulszonen als direkte Prozentsätze der HFmax (z. B. 70 % × 190 = 133 bpm). Die Karvonen-Methode berücksichtigt zusätzlich den Ruhepuls und nutzt die Herzfrequenzreserve (HFR = HFmax − HFruhepuls): Zielzone = (HFR × %) + HFruhepuls. Bei HFmax 190 und Ruhepuls 60 ist HFR = 130; Zone 3 (70 %) = 130 × 0,70 + 60 = 151 bpm. Die Karvonen-Methode gilt als genauer, da sie die individuelle Fitness berücksichtigt.

Welche Trainingszone ist für Fettverbrennung am besten?

Zone 2 (60–70 % HFmax) wird oft als „Fettverbrennungszone" bezeichnet, da hier der prozentuale Anteil der Fettverbrennung am Energieverbrauch am höchsten ist. Bei höherer Intensität steigt der Gesamtkalorienverbrauch, aber der Anteil aus Fett sinkt. Für Gewichtsmanagement ist die Gesamtenergiebilanz entscheidend, nicht die prozentuale Fettverbrennung. Zone 3–4 verbrennt in der gleichen Zeit absolut mehr Kalorien. Für Einsteiger ist Zone 2 trotzdem ideal: nachhaltig, gelenkschonend und regenerationsfördernd.

Was ist Zone 5 und wie oft sollte man dort trainieren?

Zone 5 (90–100 % HFmax) ist die maximale Intensitätszone, erreicht beim HIIT, Sprinten oder intensiven Intervallen. Hier arbeiten Muskeln anaerob, was zu Laktatakkumulation führt. Zone-5-Training verbessert VO₂max, anaerobe Kapazität und Sprint-Leistung. Aufgrund der hohen Belastung sollte Zone 5 maximal 1–2 Mal pro Woche trainiert werden, mit ausreichend Erholungstagen. Personen mit Herzproblemen sollten Zone 5 nur unter ärztlicher Aufsicht nutzen.

Wie messe ich meinen Ruhepuls?

Den Ruhepuls messen Sie morgens direkt nach dem Aufwachen, noch im Liegen, bevor Sie aufstehen. Zählen Sie die Herzschläge 60 Sekunden lang oder 15 Sekunden × 4. Typische Werte: untrainierte Erwachsene 60–80 bpm, gut trainierte Ausdauersportler 40–60 bpm, Spitzenathleten teils unter 40 bpm. Ein fallender Ruhepuls über Wochen zeigt zunehmende Fitness an. Ein unerwarteter Anstieg kann auf Übertraining, Stress oder Krankheit hinweisen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Rechnung ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Verantwortlich: Onur Cirakoglu, Gründer von headon