U-Wert-Rechner
Dämmstoffdicke und Lambda-Wert eingeben – sofort U-Wert und R-Wert nach GModG (früher GEG) und BEG-Förderschwelle
- Aktualisiert
- Grundlage
- DIN EN ISO 6946, Anlage 7 GModG
Bestandsbauteilnur Dämmschicht bewerten
Mit Angabe berechnen wir den Gesamt-U-Wert aus Bestand und neuer Dämmung. Leer lassen, um nur die Dämmschicht zu bewerten.
Was spart die Dämmung im Jahr?Fläche und Ihren Energiepreis eintragen
Arbeitspreis je kWh laut Abrechnung (Heizöl: Preis je Liter ÷ 10)
Annahme, z. B. 0,9 für einen Brennwertkessel; bei einer Wärmepumpe deren Jahresarbeitszahl
Optional – für die Amortisation
Annahme 66 kKh/a (vereinfachtes Heizperiodenverfahren, mittleres Klima); am Standort anders
U-Wert
0,33W/(m²K)
0,33Mit 10 cm Dämmung (λ = 0,035) kommt Ihr Bauteil auf einen U-Wert von 0,33 W/(m²K). Der GModG-Höchstwert für Außenwand (0,24) ist nicht eingehalten – dafür wären 14 cm nötig.
Benötigte Dämmdicke je Zielwert
- R-Wert der Dämmschicht
- 2,86 m²K/W
- GModG-Höchstwertnicht eingehalten
- ≤ 0,24 W/(m²K)
So wurde gerechnet
Berechnung nach DIN EN ISO 6946 mit den Wärmeübergangswiderständen Rsi/Rse des Bauteils. Die GModG-Höchstwerte (Gebäudemodernisierungsgesetz, bis Juli 2026: GEG) gelten bei der Änderung von Außenbauteilen an Wohngebäuden (Anlage 7 zu § 36 GModG). Ohne Bestandsbauteil wird nur die Dämmschicht bewertet – das echte Bauteil ist dann besser. Den förmlichen Nachweis erstellt eine Energieberatung.
RZ-26 · headon.pro
Was spart die Dämmung im Jahr?
Für die Ersparnis brauchen wir den U-Wert vorher (unter „Bestand“), die Fläche und Ihren Energiepreis.
Höchstwerte: Anlage 7 Nr. 1a, 5a, 5c, 6a GModG (bis 28.07.2026 GEG; Umbenennung BGBl. 2026 I Nr. 226, Werte unverändert). Förderschwelle: Technische Mindestanforderungen BEG EM Nr. 1.1 (Richtlinie vom 17.08.2026, BAnz AT 27.08.2026 B1). Ersparnis: ΔU × Fläche × Heizgradstunden ÷ Nutzungsgrad.
U-Wert und Dämmung: Formeln und GModG-Anforderungen (früher GEG)
Von λ und d zum U-Wert – und wie viel Dämmung ausreicht
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) ist die zentrale Kenngröße für die Wärmedämmqualität eines Bauteils. Er beschreibt, wie viel Wärmenergie pro Sekunde durch 1 m² Fläche bei 1 Kelvin Temperaturunterschied fließt. Die Berechnung nach DIN EN ISO 6946: U = 1 / (Rsi + d/λ + Rse), wobei λ die Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs in W/(m·K), d die Dicke in Metern und Rsi/Rse die Wärmeübergangswiderstände sind (Außenwand: 0,13 und 0,04 m²K/W). Für 10 cm Dämmung mit λ = 0,035: R = 0,10/0,035 = 2,86 → U = 1/(0,13 + 2,86 + 0,04) ≈ 0,33 W/(m²·K).
GModG (früher GEG) und Förderstandards: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) heißt seit dem 29. Juli 2026 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Bei der Sanierung (Änderung von Außenbauteilen, Anlage 7 zu § 36 GModG) gilt für Außenwände U ≤ 0,24 W/(m²·K) – die Höchstwerte wurden bei der Umbenennung nicht geändert. Im Neubau gibt es keine starren Bauteil-Höchstwerte – dort erfolgt der Nachweis über das Referenzgebäude und den Primärenergiebedarf. Für die Förderung als Einzelmaßnahme (BEG EM, Technische Mindestanforderungen Nr. 1.1, Richtlinie vom 17.08.2026) gelten bei Wohngebäuden strengere Werte: Außenwand U ≤ 0,20, Steildach, oberste Geschossdecke und Flachdach U ≤ 0,14, Kellerdecke U ≤ 0,25 W/(m²·K). Passivhäuser erreichen U ≤ 0,15 W/(m²·K) oder besser. Mit 16–18 cm EPS oder Mineralwolle sind diese Werte gut erreichbar.
Wärmedurchgangswiderstand R: Der R-Wert ist der Kehrwert des U-Werts: R = 1/U. Er ist additiv: Bei mehrschichtigen Bauteilen addieren sich die Einzelwiderstände. Ein vollständiger Bauteilaufbau (z.B. Außenwand) besteht aus: innerem Oberflächenwiderstand (Rsi = 0,13 m²K/W), allen Materialschichten (Putz, Mauerwerk, Dämmung), äußerem Oberflächenwiderstand (Rse = 0,04 m²K/W). Dieser Rechner rechnet Dämmschicht plus Übergangswiderstände; optional lässt sich der U-Wert des Bestandsbauteils einbeziehen (R-Zuschlag 1/U). Für den förmlichen GModG-Nachweis empfiehlt sich ein Energieberater.
Wirtschaftlichkeit der Dämmung: Die Amortisationszeit von Dämmmaßnahmen liegt bei 8–20 Jahren, abhängig von Energiepreis, Ausgangszustand und Dämmdicke. Faustregel: Jede Verdoppelung der Dämmstoffdicke halbiert den U-Wert, spart aber proportional weniger Energie (Grenzertrag sinkt). Deshalb ist die Frage nicht „so viel wie möglich", sondern „was ist die wirtschaftlich optimale Dämmdicke" – das ist meist bei 14–20 cm für Mineralwolle und 12–16 cm für PUR.
Dämmstoffe im Vergleich
Wärmeleitfähigkeit und Einsatzbereiche
- EPS (Styropor): 0,030–0,040
- Günstig; WDVS-Fassade, Bodenplatten; nicht diffusionsoffen
- Mineralwolle: 0,032–0,045
- Nicht brennbar; Dach, Wand, Fassade; diffusionsoffen
- PUR/PIR: 0,020–0,028
- Beste Dämmwirkung/cm; teurer; Flachdach, Fassade
- Holzfaser: 0,038–0,050
- Ökologisch; Pufferspeicher für Sommerwärme; teurer
- Cellulose: 0,040–0,045
- Einblasdämmung; Hohlräume, Holzständer; recycelt
- Schafwolle: 0,035–0,045
- Ökologisch; gute Feuchtigkeitsregulierung; für Innenausbau
Rechenbeispiele
- Dämmstoffdicke
- 10 cm = 0,10 m
- Lambda (λ)
- 0,035 W/(m·K)
- R-Wert (d÷λ)
- 2,857 m²K/W
- + Übergangswiderstände (Außenwand)
- Rsi 0,13 + Rse 0,04 m²K/W
- U-Wert (1÷3,027)
- 0,33 W/(m²·K)
- Ziel U-Wert (BEG-Förderung Außenwand)
- ≤ 0,20 W/(m²·K)
- Lambda EPS (λ)
- 0,032 W/(m·K)
- R-Wert (0,18÷0,032)
- 5,625 m²K/W
- + Übergangswiderstände (Außenwand)
- Rsi 0,13 + Rse 0,04 m²K/W
- U-Wert (1÷5,795)
- 0,173 W/(m²·K) ✓
Häufige Fragen zum U-Wert-Rechner
Alles zu U-Wert, R-Wert, Lambda und GModG-Anforderungen (früher GEG)
Was ist der U-Wert und wie wird er berechnet?
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme pro Sekunde durch 1 m² eines Bauteils bei 1 K Temperaturdifferenz fließt. Einheit: W/(m²·K). Nach DIN EN ISO 6946 gilt U = 1 ÷ (Rsi + d÷λ + Rse) mit den Wärmeübergangswiderständen Rsi/Rse (Außenwand: 0,13/0,04 m²K/W). Für 10 cm Dämmung mit λ = 0,035: R = 2,86 → U ≈ 0,33 W/(m²·K).
Was ist der R-Wert (Wärmedurchgangswiderstand)?
Der R-Wert ist der Kehrwert des U-Werts: R = d ÷ λ = 1 ÷ U. Einheit: m²·K/W. Je höher der R-Wert, desto besser die Dämmwirkung. Bei mehrschichtigen Aufbauten addieren sich die R-Werte der einzelnen Schichten. Zum Gesamtwiderstand kommen noch Übergangswiderstände innen (Rsi = 0,13) und außen (Rse = 0,04) hinzu.
Welchen U-Wert schreibt das GModG (früher GEG) vor?
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, bis Juli 2026: Gebäudeenergiegesetz/GEG) fordert bei der Änderung von Außenbauteilen (Sanierung, Anlage 7 zu § 36): Außenwand ≤ 0,24 W/(m²·K), Steildach und oberste Geschossdecke ≤ 0,24 W/(m²·K), Flachdach ≤ 0,20 W/(m²·K), Bauteile gegen unbeheizte Räume oder Erdreich ≤ 0,30 W/(m²·K), Fenster ≤ 1,3 W/(m²·K) (Dachflächenfenster 1,4). Für Neubauten gilt stattdessen der Referenzgebäude-Nachweis. Förderung als Einzelmaßnahme (BEG EM, Wohngebäude): Außenwand ≤ 0,20, Steil- und Flachdach ≤ 0,14, Kellerdecke ≤ 0,25 W/(m²·K). Passivhaus: Bauteile ≤ 0,15 W/(m²·K).
Was ist das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)?
Das GModG ist der neue Name des Gebäudeenergiegesetzes (GEG): Mit dem Gesetz vom 23. Juli 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 226, in Kraft seit 29. Juli 2026) wurde das GEG in „Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Modernisierung der Wärmeversorgung in Gebäuden (Gebäudemodernisierungsgesetz – GModG)" umbenannt und neu gegliedert. Die U-Wert-Höchstwerte für die Sanierung (jetzt Anlage 7 zu § 36) blieben dabei unverändert – wer sich an den bisherigen GEG-Werten orientiert hat, muss nichts neu rechnen. Weitere Stufen der Novelle treten 2027, 2028 und 2030 in Kraft.
Wie viel Dämmung brauche ich für U ≤ 0,20 W/(m²·K)?
Für eine Außenwand ohne angerechneten Bestand gilt d = λ × (1/U − Rsi − Rse) = λ × (5 − 0,17) = λ × 4,83 m²K/W. Mit EPS (λ = 0,032 W/(m·K)): d = 0,032 × 4,83 ≈ 0,155 m = 15,5 cm. Mit Mineralwolle (λ = 0,035): d ≈ 16,9 cm. Mit PUR (λ = 0,022): d ≈ 10,6 cm. Die vorhandene Wand senkt den Bedarf zusätzlich. PUR/PIR ist die schlankste Lösung, aber teurer. Mineral- und EPS-Wolle sind günstiger, brauchen aber mehr Platz.
Was ist der Lambda-Wert (λ) beim Dämmstoff?
Der Lambda-Wert (Wärmeleitfähigkeit λ) gibt an, wie gut ein Material Wärme leitet. Je kleiner λ, desto besser die Dämmwirkung. Typische Werte: EPS/Styropor 0,030–0,040 W/(m·K), Mineralwolle 0,032–0,045 W/(m·K), Holzfaser 0,038–0,050 W/(m·K), PUR/PIR 0,020–0,028 W/(m·K), Cellulose 0,040–0,045 W/(m·K). Der genaue Wert steht auf der Produktverpackung.