Aktuell für 2026Stand: Juli 2026

Stundensatz Rechner 2026 Freiberufler & Selbstständige.

Realistischen Stundensatz berechnen – mit Steuern, Krankenversicherung, Betriebskosten und fakturierbaren Stunden

KostenlosKeine AnmeldungDSGVO-konform

Ihr Einkommensziel

EUR/Monat
1.500 EUR/Monat15.000 EUR/Monat

Arbeitszeit

Tage
1 Tage7 Tage
Stunden
4 Stunden12 Stunden
Tage
0 Tage45 Tage
Tage/Jahr
0 Tage/Jahr30 Tage/Jahr

Nicht-fakturierbare Arbeitszeit

Anteil der Arbeitszeit, die nicht abgerechnet werden kann

%
0 %40 %
%
0 %30 %
%
0 %20 %

Versicherung & Vorsorge

EUR/Monat
0 EUR/Monat2.000 EUR/Monat
% vom Umsatz
0 % vom Umsatz25 % vom Umsatz

Tipp für Freelancer:

  • Unterschätzen Sie nicht die nicht-fakturierbare Zeit
  • Planen Sie genug Urlaub und Krankheitstage ein
  • Bilden Sie Rücklagen für schwache Monate
  • Vergessen Sie die Altersvorsorge nicht

Empfohlener Stundensatz (netto)

90 EUR

inkl. USt: 104 EUR

Tagessatz

696,00 €

Jahresumsatz-Ziel

102.279,00 €

Fakturierbare Zeit

Arbeitstage/Jahr

210 Tage

Fakturierbare Stunden

1176 h/Jahr

Fakturierbarer Anteil

70%

Stunden/Tag fakturierbar

5.6 h

Jahresumsatz-Aufteilung

Netto-Einkommen
48.000,00 €

46.9%

Steuern
17.026,00 €

16.6%

Sozialversicherung
15.136,00 €

14.8%

Betriebskosten
8.018,82 €

7.8%

Rücklagen
14.098,00 €

13.8%

Steuern & Abgaben (jährlich)

Einkommensteuer17.026,00 €
Krankenversicherung12.206,00 €
Pflegeversicherung2.929,00 €
Effektiver Steuersatz18.31%

Was bringt +10 EUR/Stunde?

Bei 1176 fakturierbaren Stunden:

+11.760,00 € / Jahr

(vor Steuern, ca. +7.056,00 € netto)

Wichtiger Hinweis

Die Berechnungen dienen ausschließlich der unverbindlichen Information und ersetzen keine professionelle Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Mehr erfahren

Quellen & Berechnungsgrundlagen

Unsere Berechnungen basieren auf den folgenden offiziellen Quellen (Stand: Juli 2026):

Der richtige Stundensatz als Freelancer

Viele Freelancer und Selbstständige machen den Fehler, ihren Stundensatz zu niedrig anzusetzen. Sie vergleichen mit ihrem früheren Angestelltengehalt, ohne die zusätzlichen Kosten der Selbstständigkeit zu berücksichtigen.

Unser Rechner zeigt Ihnen, welchen Stundensatz Sie wirklich benötigen, um Ihr Einkommensziel zu erreichen - unter Berücksichtigung aller Kosten, Steuern und nicht-fakturierbarer Zeit.

Diese Kosten unterschätzen Freelancer oft

  1. Nicht-fakturierbare Zeit: Akquise, Angebote schreiben, Buchhaltung, Administration - oft 20-40% der Arbeitszeit
  2. Urlaub und Krankheit: Als Selbstständiger gibt es keine bezahlte Ausfallzeit - Sie müssen diese einkalkulieren
  3. Sozialversicherung: Voller Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung, keine Arbeitgeberbeteiligung
  4. Altersvorsorge: Keine gesetzliche Rente, Sie müssen selbst vorsorgen
  5. Rücklagen: Auftragsflauten, Zahlungsausfälle, unvorhergesehene Kosten

So berechnet sich Ihr Stundensatz

Die Formel ist einfach, aber die Eingabewerte müssen realistisch sein:

Stundensatz-Formel

Stundensatz-Formel
PositionBetrag
Gewünschtes Netto-Einkommen48.000 €/Jahr
+ Steuern (geschätzt)20.000 €/Jahr
+ Sozialversicherung8.000 €/Jahr
+ Betriebskosten6.000 €/Jahr
+ Rücklagen (10%)8.200 €/Jahr
= Gesamtbedarf90.200 €/Jahr
÷ Fakturierbare Stunden1.200 h/Jahr
= Stundensatz75,17 €

Bei typischen Werten (4.000 EUR Netto-Ziel, 1.200 fakturierbare Stunden/Jahr) landet man schnell bei Stundensätzen von 80-120 EUR - deutlich mehr, als viele Einsteiger ansetzen.

Fakturierbare vs. Gesamtarbeitszeit

Ein häufiger Denkfehler: Von 8 Stunden Arbeit am Tag können Sie nicht 8 Stunden abrechnen. Realistische Werte für die fakturierbare Quote liegen bei 60-75% der Arbeitszeit. Der Rest geht für Akquise, Verwaltung und unbezahlte Projektarbeit drauf.

Typische fakturierbare Stunden pro Jahr

60% Quote
ca. 1.200 h/Jahr - konservativ, für Einsteiger mit viel Akquise-Aufwand
70% Quote
ca. 1.400 h/Jahr - realistisch für etablierte Freelancer
75% Quote
ca. 1.500 h/Jahr - optimistisch, bei eingespielten Prozessen
80%+ Quote
ca. 1.600+ h/Jahr - nur mit externer Unterstützung (VA, Steuerberater)

Berechnung: Bei 220 Arbeitstagen/Jahr (365 - 104 Wochenenden - 11 Feiertage - 30 Urlaub) und 8 Stunden/Tag sind das 1.760 Gesamtstunden. Bei 70% Fakturierbarkeit bleiben 1.232 fakturierbare Stunden übrig.

Tagessatz vs. Stundensatz

Viele Freelancer rechnen lieber mit Tagessätzen ab. Das hat Vorteile: Kunden vergleichen nicht so leicht mit Angestelltengehältern, und Sie haben mehr Flexibilität bei der Zeiteinteilung.

Umrechnung Stundensatz in Tagessatz

Umrechnung Stundensatz in Tagessatz
PositionBetrag
Stundensatz100 €
× Stunden pro Tag8 h
= Tagessatz800 €

Als Faustregel gilt: Tagessatz = Stundensatz × 8 Stunden. Bei einem Stundensatz von 100€ also 800€ pro Tag. Manche Freelancer setzen den Faktor auch niedriger an (z.B. × 6), um längere Projekttage attraktiver zu machen.

Wann sollten Sie Ihren Stundensatz erhöhen?

Eine regelmäßige Anpassung Ihres Stundensatzes ist nicht nur legitim, sondern notwendig, um mit steigenden Kosten und wachsender Expertise Schritt zu halten.

Gründe für eine Stundensatz-Erhöhung

Konstant zu 100% ausgelastet
Sie müssen Anfragen ablehnen - klares Zeichen für zu niedrigen Preis
Kunden akzeptieren ohne Verhandlung
Wenn niemand verhandelt, ist Ihr Preis wahrscheinlich zu niedrig
Spezialisiertes Wissen aufgebaut
Expertenwissen rechtfertigt höhere Sätze
Lebenshaltungskosten steigen (Inflation)
Jährliche Anpassung um 3-5% ist Standard
Qualifikationen erweitert
Zertifikate, neue Skills oder Technologien geben Verhandlungsspielraum
Nachweisbare Mehrwerte
Schnellere Umsetzung, höhere Qualität oder bessere Ergebnisse

Tipp: Erhöhen Sie Preise nur für neue Projekte oder Kunden. Bestandskunden sollten rechtzeitig (3-6 Monate vorher) informiert werden und können gegebenenfalls eine Übergangsfrist erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Alles Wichtige zur Stundensatz-Kalkulation

Der Stundensatz ergibt sich aus: (Gewünschtes Netto-Jahreseinkommen + Einkommensteuer + Kranken-/Pflegeversicherung + Betriebskosten + Rücklagen) ÷ fakturierbare Stunden pro Jahr. Wichtig: Nur die fakturierbare Zeit ansetzen – typisch 60–75 % der Arbeitszeit (ca. 1.200–1.500 h/Jahr). Der Rest entfällt auf Akquise, Verwaltung und Weiterbildung.

Als grobe Orientierung: Mit einem Netto-Einkommensziel von 4.000 €/Monat und 1.200 fakturierbaren Stunden landen die meisten Freelancer bei einem Mindeststundensatz von 80–120 €. IT-Freelancer erzielen häufig 90–150 €, Texter und Designer eher 60–90 €. Entscheidend ist, alle Kostenpositionen realistisch einzukalkulieren – nicht das frühere Angestelltengehalt als Basis zu nehmen.

Fakturierbare Stunden sind die Stunden, die Sie Kunden direkt in Rechnung stellen können. Bei einer 40-Stunden-Woche und 220 Arbeitstagen pro Jahr (nach Urlaub und Feiertagen) ergeben sich 1.760 Gesamtstunden. Davon sind realistisch 60–70 % fakturierbar: 1.056–1.232 Stunden. Der Rest entfällt auf Akquise, Angebote, Buchhaltung und unbezahlte Projektzeiten.

Tagessätze sind in vielen IT- und Beratungsumgebungen verbreitet, weil Kunden sie weniger direkt mit Angestelltenlöhnen vergleichen können. Faustregel: Tagessatz = Stundensatz × 8. Bei 100 €/h sind das 800 € Tagessatz. Für kurze Tätigkeiten und kreative Berufe sind Stundensätze oder Pauschalangebote oft praktischer.

Selbstständige wählen zwischen gesetzlicher Krankenversicherung (GKV, ca. 800–900 €/Monat bei mittlerem Einkommen, inkl. Pflegeversicherung) und privater Krankenversicherung (PKV, je nach Tarif und Alter stark variierend). Die KV-Kosten müssen vollständig in den Stundensatz einkalkuliert werden – es gibt keinen Arbeitgeberanteil.

Typische Signale für eine Preiserhöhung: Sie sind konstant zu 100 % ausgelastet, Kunden akzeptieren Angebote ohne Verhandlung, Sie haben spezialisiertes Wissen aufgebaut, oder die Inflation hat Ihre Lebenshaltungskosten erhöht. Eine jährliche Anpassung um 3–5 % ist marktüblich. Größere Sprünge (10–20 %) lassen sich durch klare Mehrwerte wie schnellere Umsetzung oder nachweisbare Ergebnisse rechtfertigen.

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