Stundensatz Rechner 2026
Realistischen Stundensatz berechnen – mit Steuern, Krankenversicherung, Betriebskosten und fakturierbaren Stunden
- Aktualisiert
- Werte geprüft
- Grundlage
- § 32a, § 35 EStG, GewStG
Was Sie monatlich netto zum Leben haben möchten. Antippen zum Tippen · seitlich ziehen zum Verstellen.
Ich arbeite Tage pro Woche, Stunden pro Tag, mit Urlaubstagen und Krankheitstagen im Jahr.
Nicht-fakturierbare Arbeitszeit30 % nicht fakturierbar · 5 Weiterbildungstage
Anteil der Arbeitszeit, die nicht abgerechnet werden kann
Versicherung & Vorsorgegesetzlich versichert · Vorsorge 400 €/Monat · Puffer 10 %
Rechtsform & Steuern35 Jahre · Freiberufler
Betriebskosten (monatlich)780 € pro Monat
Empfohlener Stundensatz (netto)
pro Stunde, ohne USt
90,00 €
90,00 €Für 4.000 € netto im Monat brauchen Sie 90,00 € pro Stunde (103,50 € mit Umsatzsteuer) – bei 1.176 abrechenbaren Stunden im Jahr.
Jahresumsatz-Aufteilung
- Netto-Einkommen48.000 €47 %
- Steuern17.026 €17 %
- Sozialversicherung15.136 €15 %
- Betriebskosten8.019 €8 %
- Rücklagen14.098 €14 %
- Tagessatz
- 696,00 €
- Jahresumsatz-Ziel
- 102.279,00 €
- Arbeitstage/Jahr
- 210 Tage
- Fakturierbare Stunden
- 1176 h/Jahr
- Fakturierbarer Anteil
- 70 %
- Stunden/Tag fakturierbar
- 5,6 h
RZ-26 · headon.pro
Tipp für Freelancer:
Was bringt +10 EUR/Stunde? +11.760,00 € / Jahr
Bei 1176 fakturierbaren Stunden: (vor Steuern, ca. +7.056,00 € netto)
Unterschätzen Sie nicht die nicht-fakturierbare Zeit
Planen Sie genug Urlaub und Krankheitstage ein
Bilden Sie Rücklagen für schwache Monate
Vergessen Sie die Altersvorsorge nicht
So wurde gerechnet
Steuern & Abgaben (jährlich)
- Einkommensteuer
- 17.026,00 €
- Krankenversicherung
- 12.206,00 €
- Pflegeversicherung
- 2.929,00 €
- Effektiver Steuersatz
- 18,3 %
Aus dem Wunsch-Netto werden Steuern, Sozialversicherung, Betriebskosten und Rücklagen hochgerechnet. Der nötige Jahresumsatz geteilt durch die abrechenbaren Stunden ergibt den Stundensatz, aufgerundet auf volle 5 €.
Grundlage: Einkommensteuertarif 2026 (§ 32a EStG), Gewerbesteuer mit Anrechnung (§ 35 EStG), Beiträge für freiwillig Versicherte 2026.
Der richtige Stundensatz als Freelancer
Viele Freelancer und Selbstständige machen den Fehler, ihren Stundensatz zu niedrig anzusetzen. Sie vergleichen mit ihrem früheren Angestelltengehalt, ohne die zusätzlichen Kosten der Selbstständigkeit zu berücksichtigen.
Unser Rechner zeigt Ihnen, welchen Stundensatz Sie wirklich benötigen, um Ihr Einkommensziel zu erreichen - unter Berücksichtigung aller Kosten, Steuern und nicht-fakturierbarer Zeit.
Diese Kosten unterschätzen Freelancer oft
- Nicht-fakturierbare ZeitAkquise, Angebote schreiben, Buchhaltung, Administration - oft 20-40% der Arbeitszeit
- Urlaub und KrankheitAls Selbstständiger gibt es keine bezahlte Ausfallzeit - Sie müssen diese einkalkulieren
- SozialversicherungVoller Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung, keine Arbeitgeberbeteiligung
- AltersvorsorgeKeine gesetzliche Rente, Sie müssen selbst vorsorgen
- RücklagenAuftragsflauten, Zahlungsausfälle, unvorhergesehene Kosten
So berechnet sich Ihr Stundensatz
Die Formel ist einfach, aber die Eingabewerte müssen realistisch sein:
- Gewünschtes Netto-Einkommen
- 48.000 €/Jahr
- + Steuern (geschätzt)
- 20.000 €/Jahr
- + Sozialversicherung
- 8.000 €/Jahr
- + Betriebskosten
- 6.000 €/Jahr
- + Rücklagen (10%)
- 8.200 €/Jahr
- = Gesamtbedarf
- 90.200 €/Jahr
- ÷ Fakturierbare Stunden
- 1.200 h/Jahr
- = Stundensatz
- 75,17 €
Bei typischen Werten (4.000 EUR Netto-Ziel, 1.200 fakturierbare Stunden/Jahr) landet man schnell bei Stundensätzen von 80-120 EUR - deutlich mehr, als viele Einsteiger ansetzen.
Fakturierbare vs. Gesamtarbeitszeit
Ein häufiger Denkfehler: Von 8 Stunden Arbeit am Tag können Sie nicht 8 Stunden abrechnen. Realistische Werte für die fakturierbare Quote liegen bei 60-75% der Arbeitszeit. Der Rest geht für Akquise, Verwaltung und unbezahlte Projektarbeit drauf.
Typische fakturierbare Stunden pro Jahr
- 60% Quote
- ca. 1.050 h/Jahr - konservativ, für Einsteiger mit viel Akquise-Aufwand
- 70% Quote
- ca. 1.230 h/Jahr - realistisch für etablierte Freelancer
- 75% Quote
- ca. 1.320 h/Jahr - optimistisch, bei eingespielten Prozessen
- 80%+ Quote
- ca. 1.400+ h/Jahr - nur mit externer Unterstützung (VA, Steuerberater)
Berechnung: Bei 220 Arbeitstagen/Jahr (365 - 104 Wochenenden - 11 Feiertage - 30 Urlaub) und 8 Stunden/Tag sind das 1.760 Gesamtstunden. Bei 70% Fakturierbarkeit bleiben 1.232 fakturierbare Stunden übrig.
Tagessatz vs. Stundensatz
Viele Freelancer rechnen lieber mit Tagessätzen ab. Das hat Vorteile: Kunden vergleichen nicht so leicht mit Angestelltengehältern, und Sie haben mehr Flexibilität bei der Zeiteinteilung.
- Stundensatz
- 100 €
- × Stunden pro Tag
- 8 h
- = Tagessatz
- 800 €
Als Faustregel gilt: Tagessatz = Stundensatz × 8 Stunden. Bei einem Stundensatz von 100€ also 800€ pro Tag. Manche Freelancer setzen den Faktor auch niedriger an (z.B. × 6), um längere Projekttage attraktiver zu machen.
Wann sollten Sie Ihren Stundensatz erhöhen?
Eine regelmäßige Anpassung Ihres Stundensatzes ist nicht nur legitim, sondern notwendig, um mit steigenden Kosten und wachsender Expertise Schritt zu halten.
Gründe für eine Stundensatz-Erhöhung
- Konstant zu 100% ausgelastet
- Sie müssen Anfragen ablehnen - klares Zeichen für zu niedrigen Preis
- Kunden akzeptieren ohne Verhandlung
- Wenn niemand verhandelt, ist Ihr Preis wahrscheinlich zu niedrig
- Spezialisiertes Wissen aufgebaut
- Expertenwissen rechtfertigt höhere Sätze
- Lebenshaltungskosten steigen (Inflation)
- Jährliche Anpassung um 3-5% ist Standard
- Qualifikationen erweitert
- Zertifikate, neue Skills oder Technologien geben Verhandlungsspielraum
- Nachweisbare Mehrwerte
- Schnellere Umsetzung, höhere Qualität oder bessere Ergebnisse
Tipp: Erhöhen Sie Preise nur für neue Projekte oder Kunden. Bestandskunden sollten rechtzeitig (3-6 Monate vorher) informiert werden und können gegebenenfalls eine Übergangsfrist erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Alles Wichtige zur Stundensatz-Kalkulation
Wie berechnet sich der Stundensatz als Freiberufler oder Selbstständiger?
Der Stundensatz ergibt sich aus: (Gewünschtes Netto-Jahreseinkommen + Einkommensteuer + Kranken-/Pflegeversicherung + Betriebskosten + Rücklagen) ÷ fakturierbare Stunden pro Jahr. Wichtig: Nur die fakturierbare Zeit ansetzen – typisch 60–75 % der Arbeitszeit (bei 220 Arbeitstagen ca. 1.050–1.320 h/Jahr). Der Rest entfällt auf Akquise, Verwaltung und Weiterbildung.
Wie hoch sollte mein Stundensatz als Freelancer 2026 sein?
Als grobe Orientierung: Mit einem Netto-Einkommensziel von 4.000 €/Monat und 1.200 fakturierbaren Stunden landen die meisten Freelancer bei einem Mindeststundensatz von 80–120 €. IT-Freelancer erzielen häufig 90–150 €, Texter und Designer eher 60–90 €. Entscheidend ist, alle Kostenpositionen realistisch einzukalkulieren – nicht das frühere Angestelltengehalt als Basis zu nehmen.
Was sind fakturierbare Stunden und wie viele sind realistisch?
Fakturierbare Stunden sind die Stunden, die Sie Kunden direkt in Rechnung stellen können. Bei einer 40-Stunden-Woche und 220 Arbeitstagen pro Jahr (nach Urlaub und Feiertagen) ergeben sich 1.760 Gesamtstunden. Davon sind realistisch 60–70 % fakturierbar: 1.056–1.232 Stunden. Der Rest entfällt auf Akquise, Angebote, Buchhaltung und unbezahlte Projektzeiten.
Sollte ich als Selbstständiger lieber Tagessatz oder Stundensatz abrechnen?
Tagessätze sind in vielen IT- und Beratungsumgebungen verbreitet, weil Kunden sie weniger direkt mit Angestelltenlöhnen vergleichen können. Faustregel: Tagessatz = Stundensatz × 8. Bei 100 €/h sind das 800 € Tagessatz. Für kurze Tätigkeiten und kreative Berufe sind Stundensätze oder Pauschalangebote oft praktischer.
Welche Krankenversicherung sollte ich als Selbstständiger wählen?
Selbstständige wählen zwischen gesetzlicher Krankenversicherung (GKV, ca. 800–900 €/Monat bei mittlerem Einkommen, inkl. Pflegeversicherung) und privater Krankenversicherung (PKV, je nach Tarif und Alter stark variierend). Die KV-Kosten müssen vollständig in den Stundensatz einkalkuliert werden – es gibt keinen Arbeitgeberanteil.
Wann sollte ich meinen Stundensatz erhöhen?
Typische Signale für eine Preiserhöhung: Sie sind konstant zu 100 % ausgelastet, Kunden akzeptieren Angebote ohne Verhandlung, Sie haben spezialisiertes Wissen aufgebaut, oder die Inflation hat Ihre Lebenshaltungskosten erhöht. Eine jährliche Anpassung um 3–5 % ist marktüblich. Größere Sprünge (10–20 %) lassen sich durch klare Mehrwerte wie schnellere Umsetzung oder nachweisbare Ergebnisse rechtfertigen.