Was ist Kirchensteuer?

Die Kirchensteuer kostet Sie als Kirchenmitglied 9 % Ihrer Lohnsteuer (8 % in Bayern und Baden-Württemberg). Bei 4.000 Euro brutto in Steuerklasse I sind das 47 Euro im Monat oder 566 Euro im Jahr.

Die Kirchensteuer ist ein Abzug, den nur Mitglieder steuererhebender Religionsgemeinschaften zahlen. Sie beträgt 9 % Ihrer Lohnsteuer (in Bayern und Baden-Württemberg 8 %). Klingt wenig? Bei einem Bruttogehalt von 4.000 Euro in Steuerklasse I sind das 47 Euro im Monat – in Bayern und Baden-Württemberg 42 Euro.

Lohnt sich ein Kirchenaustritt finanziell? Rein rechnerisch sparen Sie die Kirchensteuer: bei 6.000 Euro brutto in Steuerklasse I 97 Euro im Monat oder 1.160 Euro im Jahr. Weil die gezahlte Kirchensteuer als Sonderausgabe abziehbar ist, fällt die tatsächliche Ersparnis um Ihren persönlichen Steuersatz geringer aus. Den Austritt erklären Sie je nach Bundesland beim Standesamt oder beim Amtsgericht; manche Länder verlangen dafür eine Gebühr.

Gut zu wissen: Der Abzug erfolgt automatisch, wenn Sie beim Bundeszentralamt für Steuern als Kirchenmitglied geführt sind. Nach einem Austritt endet die Kirchensteuerpflicht je nach Bundesland mit Ablauf des Austrittsmonats oder des Folgemonats.

Verwandte Begriffe

Jetzt selbst berechnen

Nutzen Sie unseren kostenlosen Brutto-Netto-Rechner, um Ihr Nettogehalt zu berechnen – mit aktuellen Steuerwerten für 2026.

Stichwörter: kirchensteuer, kirche, steuer, kirchenaustritt, konfession, religionsgemeinschaft