Laminat richtig berechnen: Fläche, Verschnitt und Pakete
Zu wenig kaufen erzwingt Nachbestellungen – oft aus anderer Charge
Die Formel für die Laminat-Kalkulation lautet: Pakete = ⌈(Fläche × Verschnittfaktor) ÷ Paketinhalt⌉. Das Aufrunden (Ceiling-Funktion) ist zwingend – angefangene Pakete müssen vollständig gekauft werden. Bei 20 m² Fläche, 5 % Verschnitt und 2,5 m² Paketinhalt ergibt sich: 21 m² ÷ 2,5 = 8,4 → 9 Pakete. Ein halbes Paket zu wenig heißt eine Nachbestellung mit dem Risiko einer anderen Produktionscharge.
Verschnitt richtig einschätzen: Der Verschnitt entsteht durch Randstücke an den Wänden, die abgesägt werden müssen. Bei gerader Verlegung parallel zur Längswand reichen 5 % völlig aus. Bei Diagonalverlegung unter 45° steigt der Verschnitt auf 12–15 %, weil an jeder Wand dreieckige Randstücke anfallen. Räume mit L-Form oder vielen Nischen (Heizkörpernischen, Türzargen) erfordern zusätzlich 5 % Reserve, weil viele kurze Passstücke benötigt werden.
Verlegebeginn planen: Profis beginnen immer an der hellsten Wand (meist gegenüber der Fensterseite) und verlegen in Richtung Licht. Die erste Reihe bestimmt den Versatz – bei der klassischen Klick-Verlegung werden die Dielen um 1/3 oder 1/2 der Dielenlänge versetzt, was eine optisch ansprechende Maserung erzeugt und die Stabilität verbessert.
Unterlage nicht vergessen: Laminat braucht eine geeignete Trittschalldämmunterlage (2–3 mm PE-Schaum oder Kork). Bei Fußbodenheizung muss die Unterlage einen Wärmedurchlasswiderstand unter 0,15 m²K/W haben. Viele moderne Laminatprodukte haben die Trittschalldämmung bereits aufgeklebt und können ohne separate Unterlage verlegt werden.