Waist-Hip-Ratio-Rechner
Taillen- und Hüftumfang eingeben – Risiko sofort ablesen
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- WHO-Grenzwerte
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Ihr WHR
0,80
0,80Nach den WHO-Grenzwerten für Männer bedeutet ein WHR von 0,80: Kein erhöhtes Risiko.
Grenzwerte nach WHO (Männer)
- Kein erhöhtes Risiko
- < 0,90
- Erhöhtes Risiko
- 0,90 – 1,00
- Hohes Risiko
- > 1,00
Der WHR ist ein statistischer Richtwert zur Abschätzung des kardiovaskulären Risikos. Er ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Individuelle Faktoren wie Muskelmasse, Alter und Grunderkrankungen werden nicht berücksichtigt. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen an eine Ärztin oder einen Arzt.
So wurde gerechnet
RZ-26 · headon.pro
Was ist der Waist-Hip-Ratio?
Bedeutung, Grenzwerte und Gesundheitsrisiken einfach erklärt
Der Waist-Hip-Ratio (WHR), auf Deutsch Taille-Hüft-Verhältnis, ist ein einfacher und zugleich aussagekräftiger Messwert zur Einschätzung der Körperfettverteilung und des damit verbundenen kardiovaskulären Risikos. Während der BMI nur das Verhältnis von Gewicht zu Körpergröße erfasst, berücksichtigt der WHR, wo das Fett gespeichert ist – und genau das ist für die Gesundheit entscheidend. Fett im Bauchbereich (viszerales Fett) ist metabolisch aktiv und mit einem deutlich höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck verbunden als Fett an Hüfte und Oberschenkeln.
Die Berechnung des WHR ist denkbar einfach: Taillenumfang (cm) geteilt durch Hüftumfang (cm). Bei einer Person mit 80 cm Taille und 100 cm Hüfte ergibt sich ein WHR von 0,80. Die WHO-Grenzwerte liegen für Männer bei 0,90 und für Frauen bei 0,85: Ab diesem Wert (einschließlich) ist das Risiko für Stoffwechselkomplikationen laut WHO deutlich erhöht. Diese Werte basieren auf umfangreichen Bevölkerungsstudien und gelten international als Standard-Screeningwerkzeug.
Viszerales Bauchfett unterscheidet sich von subkutanem Fett nicht nur durch seine Lage, sondern auch durch seine Funktion. Es produziert entzündungsfördernde Botenstoffe (Adipokine) und freie Fettsäuren, die direkt in die Pfortader und damit in die Leber gelangen. Dies fördert Insulinresistenz, erhöht den Blutdruck und verschlechtert das Cholesterinprofil. Studien zeigen, dass Menschen mit hohem WHR ein bis zu dreifach erhöhtes Herzinfarktrisiko haben, unabhängig vom BMI.
Im Vergleich zum reinen Taillenumfang hat der WHR den Vorteil, dass er die Körperproportion berücksichtigt: Eine großrahmige Person mit breiten Hüften kann einen ähnlich großen Taillenumfang haben wie eine kleiner gebaute Person, hat aber dennoch ein niedrigeres relatives Risiko. Der WHR ergänzt BMI und Taillenumfang sinnvoll und wird von der WHO für das kardiometabolische Risiko-Screening empfohlen.
WHR-Grenzwerte im Überblick
WHR-Risikokategorien
- Männer: WHR unter 0,90
- Kein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko durch Körperfettverteilung. Günstige Relation von Taille zu Hüfte.
- Frauen: WHR unter 0,85
- Kein erhöhtes Risiko. Frauen speichern physiologisch mehr Fett an Hüfte und Oberschenkeln (gynoides Muster).
- Männer: WHR 0,90 – 1,00 / Frauen: 0,85 – 0,95
- Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Prävention durch Ernährungsumstellung und Bewegung empfohlen.
- Männer: WHR > 1,00 / Frauen: WHR > 0,95
- Hohes kardiometabolisches Risiko. Ärztliche Abklärung und gezielte Intervention dringend empfohlen.
Rechenbeispiele
- Taillenumfang
- 80 cm
- Hüftumfang
- 100 cm
- WHR = 80 / 100
- 0,80
- Risiko
- Kein erhöhtes Risiko
- Taillenumfang
- 90 cm
- Hüftumfang
- 100 cm
- WHR = 90 / 100
- 0,90
- Risiko
- Erhöhtes Risiko (ab 0,85)
Häufige Fragen zum WHR-Rechner
Grenzwerte, Messung und Interpretation des Taille-Hüft-Verhältnisses
Was ist der Waist-Hip-Ratio (WHR) und wie wird er berechnet?
Der Waist-Hip-Ratio (Taille-Hüft-Quotient) ist das Verhältnis von Taillenumfang zu Hüftumfang. Die Formel lautet: WHR = Taillenumfang (cm) / Hüftumfang (cm). Beispiel: Taille 80 cm, Hüfte 100 cm → WHR = 0,80. Ein niedriger WHR zeigt an, dass mehr Fett im Hüft- und Gesäßbereich gespeichert ist (gynoides Muster), was metabolisch günstiger ist. Ein hoher WHR weist auf Bauchfett (androider Typ) hin, das mit erhöhtem Gesundheitsrisiko verbunden ist.
Welche WHR-Werte gelten als normal?
Die WHO zieht die Grenze für ein deutlich erhöhtes Risiko bei einem WHR ab 0,90 (Männer) bzw. ab 0,85 (Frauen), der Grenzwert selbst zählt schon dazu. Für die feinere Abstufung verwendet unser Rechner die verbreitete Einteilung (keine WHO-Vorgabe): Männer 0,90–1,00 erhöhtes Risiko, über 1,00 hohes Risiko; Frauen 0,85–0,95 erhöhtes Risiko, über 0,95 hohes Risiko. Die WHO-Grenzwerte wurden in großen epidemiologischen Studien ermittelt und gelten für Erwachsene mit europäischem Hintergrund. Für andere ethnische Gruppen können leicht abweichende Grenzwerte gelten.
Was sagt der WHR über das Gesundheitsrisiko aus?
Ein erhöhter WHR bedeutet, dass viszerales (Bauch-)Fett überwiegt. Dieses Fettgewebe ist metabolisch aktiv und setzt Entzündungsstoffe frei, die das Risiko für Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes, Schlaganfall und bestimmte Krebsarten erhöhen. Im Gegensatz dazu ist subkutanes Fett an Hüfte und Oberschenkeln metabolisch weitgehend inert. Der WHR ergänzt den BMI sinnvoll, weil er die Fettverteilung berücksichtigt, nicht nur das Gesamtgewicht.
Wie messe ich Taillen- und Hüftumfang korrekt?
Den Taillenumfang messen Sie nach WHO-Protokoll in der Mitte zwischen unterster tastbarer Rippe und Beckenkamm (meist etwas oberhalb des Nabels), entspannt ausgeatmet, ohne den Bauch einzuziehen. Das Maßband sollte waagerecht anliegen und nicht einschneiden. Den Hüftumfang messen Sie an der breitesten Stelle des Gesäßes, ebenfalls waagerecht. Messen Sie morgens nüchtern vor dem Frühstück für konsistente Vergleichswerte. Verwenden Sie ein flexibles Maßband und wiederholen Sie die Messung dreimal, um Messungenauigkeiten zu minimieren.
Was kann ich tun, um meinen WHR zu verbessern?
Da Bauchfett auf Ernährung und körperliche Aktivität anspricht, sind die effektivsten Maßnahmen: Kaloriendefizit durch ausgewogene Ernährung mit wenig verarbeiteten Lebensmitteln und Zucker, regelmäßige Ausdauersportarten (mindestens 150 Minuten/Woche), Krafttraining zur Erhöhung der Muskelmasse, ausreichend Schlaf und Stressreduktion (chronischer Stress erhöht Cortisol, was Bauchfett fördert). Alkohol sollte reduziert werden, da er besonders Bauchfett begünstigt.