Fahrzeugbeschleunigung: Formel und Praxis
So berechnen Sie die Beschleunigung aus Fahrdaten
Die Beschleunigung eines Fahrzeugs gibt an, wie schnell sich die Geschwindigkeit ändert. Die Formel lautet: a = Δv / t, wobei Δv die Geschwindigkeitsänderung in m/s und t die Zeit in Sekunden ist. Da Autoangaben meist in km/h erfolgen, gilt die Umrechnung: v [m/s] = v [km/h] ÷ 3,6.
Das bekannteste Beispiel ist der Sprint von 0 auf 100 km/h. Bei 5 Sekunden ergibt sich: Δv = 100/3,6 = 27,78 m/s; a = 27,78/5 = 5,56 m/s² = 0,57 g. Zum Vergleich: Die Erdbeschleunigung beträgt 9,81 m/s² (1 g). Sportliche Serienfahrzeuge erreichen Werte um 0,5–0,7 g, was einem 0-100-Sprint von 4–7 Sekunden entspricht.
Neben der Beschleunigung berechnet unser Rechner auch die zurückgelegte Strecke während des Beschleunigungsvorgangs. Diese ergibt sich aus s = 0,5 × a × t² (für Starts aus dem Stand). Bei 100 km/h in 5 Sekunden legt das Fahrzeug dabei knapp 70 Meter zurück – ein wichtiger Wert für Sicherheitsabstände beim Einscheren auf der Autobahn oder beim Überholen.