Arbeitszeitrechner 2026
Komme- und Gehe-Zeiten für Montag bis Sonntag eintragen – der Rechner zieht die Pausen ab und zeigt die Woche in Industriestunden und in Stunden:Minuten
Grundlage: Arbeitszeitgesetz (ArbZG)Rechnet in Ihrem Browser – nichts wird gespeichert
Soll und VerdienstSoll 40 h · ohne Lohn
Arbeitszeit pro Woche
40h
40Sie arbeiten 40 Stunden (40:00) an 5 Tagen – im Schnitt 8 h pro Arbeitstag. Das Soll von 40 h ist genau erfüllt.
- Anwesenheit
- 42:30 h
- Pausen gesamt
- − 150 Min.
- Schnitt je Arbeitstag
- 8 h
- Soll punktgenau erfülltSoll 40 h
- 0:00
RZ-26 · headon.pro
Wann habe ich Feierabend?
Ohne Pause, z. B. 8 oder 7,8 Stunden
16:30
Beginn 08:00, 8:00 Stunden Arbeit und 30 Minuten Pause: Feierabend um 16:30.
Mindestpause nach § 4 ArbZG: mehr als 6 Stunden → 30 Minuten, mehr als 9 Stunden → 45 Minuten.
Arbeitszeit richtig berechnen: Anwesenheit minus Pause
Die Rechnung ist im Kern einfach: Gehe-Zeit minus Komme-Zeit minus Pause. Schwierig wird sie erst in der Praxis – weil sich Stunden und Minuten nicht wie Dezimalzahlen addieren lassen. 8:45 Stunden sind nicht 8,45 Stunden, sondern 8,75. Genau an dieser Umrechnung scheitern die meisten von Hand geführten Stundenzettel.
Dieser Rechner nimmt Ihnen beides ab: Er summiert die Woche minutengenau und gibt das Ergebnis doppelt aus – als Industriestunden (Dezimal, so rechnet die Lohnabrechnung und jedes Zeitkonto) und als Stunden:Minuten (so steht es auf dem Stundenzettel). Schichten über Mitternacht erkennt er automatisch und rechnet sie dem Schichtbeginn zu.
Was der Arbeitszeitrechner kann
- Ganze Woche auf einen Blick
- Montag bis Sonntag mit eigenen Zeiten und eigener Pause je Tag
- Industriestunden und hh:mm
- Beide Formate parallel – kein Umrechnen im Kopf mehr
- Nachtschicht über Mitternacht
- Ende vor Beginn wird automatisch als Schicht über Mitternacht gewertet
- Soll-Abgleich und Verdienst
- Über- und Minusstunden gegen Ihre Wochenarbeitszeit, optional mit Stundenlohn
Drei Wochen aus der Praxis
Industriestunden: die Umrechnung, an der Stundenzettel scheitern
- 115 Minuten sind 0,25 StundenEine Viertelstunde ist ein Viertel von 1,00 – nicht 0,15.
- 230 Minuten sind 0,50 StundenDie halbe Stunde ist der einzige Fall, den fast alle richtig haben.
- 345 Minuten sind 0,75 StundenDreiviertelstunde: 45 geteilt durch 60 ergibt 0,75.
- 4Allgemein: Minuten geteilt durch 60Aus 8:20 Stunden werden 8 + 20/60 = 8,33 Industriestunden.
- Anwesenheit je Tag
- 8:30 Stunden
- Pause je Tag
- 30 Minuten
- Arbeitszeit je Tag
- 8:00 Stunden
- Wochenarbeitszeit in Industriestunden
- 40,00 Stunden
- Abweichung vom Soll (40 Stunden)
- 0,00 Stunden
- Arbeitszeit je Tag
- 8:45 Stunden
- Wochenarbeitszeit in Industriestunden
- 43,75 Stunden
- Überstunden gegenüber 40 Stunden Soll
- 3,75 Stunden
- Bruttoverdienst der Woche
- 875,00 €
- Hochrechnung auf den Monat
- 3.804,79 €
- Anwesenheit je Nacht
- 8:30 Stunden
- Arbeitszeit je Nacht
- 7:45 Stunden
- Wochenarbeitszeit in Industriestunden
- 38,75 Stunden
- Abweichung vom Soll (38,5 Stunden)
- 0,25 Stunden
Was das Arbeitszeitgesetz vorgibt
Der Rechner prüft Ihre Woche zusätzlich gegen zwei Grundregeln des Arbeitszeitgesetzes. Nach § 3 ArbZG darf die werktägliche Arbeitszeit acht Stunden nicht überschreiten; sie kann auf bis zu zehn Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Zehn Stunden am Tag sind damit die absolute Obergrenze – aber nur, wenn der Ausgleich tatsächlich stattfindet.
§ 4 ArbZG verlangt Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und von 45 Minuten bei mehr als neun Stunden. Die Pausen dürfen in Abschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden, und länger als sechs Stunden hintereinander darf niemand ohne Ruhepause beschäftigt werden. Der Rechner meldet es, wenn die eingetragene Pause diese Stufen unterschreitet.
Wichtig: Diese Hinweise sind eine Plausibilitätsprüfung, keine Rechtsberatung. Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und die Ausnahmen der §§ 7 und 14 ArbZG können abweichende Regeln enthalten. Die Pflicht zur Zeiterfassung selbst folgt aus § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG in der Auslegung des Bundesarbeitsgerichts (Beschluss vom 13.09.2022, 1 ABR 22/21): Arbeitgeber sind verpflichtet, Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit zu erfassen – elektronisch muss das nach dieser Entscheidung nicht geschehen. Unabhängig davon verlangt § 16 Abs. 2 ArbZG, die über die werktägliche Arbeitszeit des § 3 Satz 1 hinausgehende Arbeitszeit aufzuzeichnen und die Nachweise mindestens zwei Jahre aufzubewahren.
Stundenzettel, Überstunden, Stundenlohn
Für einen einzelnen Tag reicht der Arbeitsstunden-Rechner; dieser Rechner hier ist die Wochenansicht dazu und ersetzt den handschriftlichen Stundenzettel. Wie sich Überstunden steuerlich und sozialversicherungsrechtlich auswirken – vor allem bei Zuschlägen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit – zeigt der Überstunden-Rechner.
Wenn Sie wissen wollen, was Ihre Arbeitszeit brutto und netto wert ist, führt der Weg über den Stundenlohn-Rechner und den Brutto-Netto-Rechner. Den Anspruch auf freie Tage berechnet der Urlaubsanspruch-Rechner.
Häufige Fragen zur Arbeitszeitberechnung
Pausen, Nachtschicht, Industriestunden und Überstunden
Wie berechne ich meine Arbeitszeit richtig?
Ziehen Sie die Komme-Zeit von der Gehe-Zeit ab und subtrahieren Sie die Pause. Beispiel: 8:00 bis 16:30 Uhr sind 8:30 Stunden Anwesenheit, abzüglich 30 Minuten Pause bleiben 8:00 Stunden Arbeitszeit. Über eine ganze Woche summieren Sie am besten in Minuten und rechnen erst am Ende in Stunden um – so entstehen keine Rundungsfehler.
Was sind Industriestunden?
Industriestunden sind Arbeitszeit als Dezimalzahl: Die Minuten werden durch 60 geteilt. Aus 8:45 Stunden werden 8,75 Industriestunden, aus 8:20 Stunden werden 8,33. Lohnabrechnung, Zeitkonten und Projektabrechnungen rechnen fast immer in Industriestunden, Stundenzettel dagegen in Stunden:Minuten. Der Rechner zeigt beides gleichzeitig.
Zählt die Pause zur Arbeitszeit?
Nein. Ruhepausen nach § 4 ArbZG sind Unterbrechungen der Arbeitszeit und werden weder vergütet noch auf die Arbeitszeit angerechnet. Nur Kurzunterbrechungen unter 15 Minuten gelten nicht als Ruhepause – sie zählen weiter als Arbeitszeit. Bereitschaftszeiten sind ein Sonderfall und hier nicht abgebildet.
Wie viele Stunden darf ich am Tag arbeiten?
Nach § 3 ArbZG grundsätzlich acht Stunden werktäglich. Eine Verlängerung auf bis zu zehn Stunden ist zulässig, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Über zehn Stunden hinaus geht es nur über die Ausnahmen der §§ 7 und 14 ArbZG, etwa auf tariflicher Grundlage.
Wie lange muss die Pause sein?
Mindestens 30 Minuten bei mehr als sechs bis zu neun Stunden Arbeitszeit und mindestens 45 Minuten bei mehr als neun Stunden (§ 4 ArbZG). Die Pause darf in Abschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Länger als sechs Stunden am Stück darf niemand ohne Ruhepause arbeiten.
Wie rechne ich eine Nachtschicht über Mitternacht?
Liegt die Gehe-Zeit vor der Komme-Zeit, geht die Schicht über Mitternacht: Sie addieren 24 Stunden auf die Endzeit. Aus 21:30 bis 6:00 Uhr werden so 8:30 Stunden Anwesenheit. Der Rechner erkennt das automatisch und rechnet die Stunden nach Mitternacht dem Schichtbeginn zu.
Wie berechne ich Überstunden?
Überstunden sind die Differenz zwischen tatsächlicher und vertraglich vereinbarter Wochenarbeitszeit. Tragen Sie Ihre Soll-Wochenstunden ein, dann zeigt der Rechner Über- oder Minusstunden direkt an. Ob die Stunden ausgezahlt oder in Freizeit ausgeglichen werden und welche Zuschläge anfallen, regeln Arbeitsvertrag und Tarifvertrag.
Ist mein Arbeitgeber zur Zeiterfassung verpflichtet?
Ja. Das Bundesarbeitsgericht hat mit Beschluss vom 13.09.2022 (1 ABR 22/21) aus § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG die Pflicht abgeleitet, Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit zu erfassen; elektronisch muss die Aufzeichnung nach dieser Entscheidung nicht erfolgen. Zusätzlich verlangt § 16 Abs. 2 ArbZG, die über die werktägliche Arbeitszeit des § 3 Satz 1 hinausgehende Arbeitszeit aufzuzeichnen und die Nachweise mindestens zwei Jahre aufzubewahren. Dieser Rechner ersetzt kein betriebliches Zeiterfassungssystem, hilft aber bei der eigenen Kontrolle.